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Report Singapore

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     Reisebericht Singapur 
              Frank's Stopover 2000 und 2005


Auf dem Weg nach Australien (2000) und Neuseeland (2005) machten wir ausgedehnte Zwischenstopps im

Stadtstaat Singapur

mit Stadtrundfahrt, Einkaufsbummel, Mount Faber, Orchid Garden, Chinatown, Cheng Ho Harbour Cruise, Cable Car, Sentosa,...

Singapur gilt als die europäischste Metropole Asiens. Diese saubere hypermoderne Stadt beeindruckt durch ihren einzigartigen Mix aus Wolkenkratzern und Kultur, ihre netten Menschen und durch das für Europäer anstrengende tropische Klima.

Manch' einer mag Singapur als Einkaufsparadies ansehen, das ist es im Vergleich zu
Bangkok sicher weniger. Auf jeden Fall aber ist Singapur neben Hongkong die erste Adresse für einen ausgedehnten Zwischenstopp auf dem Wege nach Down Under. Leider dauerte 2000 unser Stopover nur ca. 24 Stunden, gern hätten wir noch ein bis zwei Tage in der Löwenstadt verbracht. Die Möglichkeit dazu ergab sich dann aber im Januar 2005, wo wir fast 3 volle Tage in Singapur Quartier nahmen.

  
   
Blick auf die nächtliche Havelock Road



Zur Geschichte:
"Irgendwann gegen Ende des 13. Jh. landete der legendäre Prinz Nila Utama aus Sumatra auf einer malerischen Südsee-Insel und sah seiner Meinung nach in den dichten Wäldern einen Löwen. Er nannte diesen Platz Singa Pura - Löwenstadt.
Siamesen, Inder, Javaner und Malaien errichteten einen Handelsstützpunkt, welcher allerdings 1613 von den Portugiesen zerstört wurde. Erst der Brite Stamford Raffles, der am 29.01.1819 hier landete, erkannte die strategische Bedeutung und akquirierte die von Urwäldern überzogene Insel für die britische East India Company.
Durch Raffles Akquirierung wurde der Grundstein für das heutige Singapur, das Handels- und Wirtschaftszentrum Südostasiens, gelegt. Singapur etablierte sich als Umschlagplatz und Bunkerstation für die Dampfschiffe. 1911 lebten hier bereits 250 000 Menschen aus 48 Nationalitäten mit 54 Sprachen.
Am 15.02.1942 eroberten die Japaner Singapur, indem sie mit Fahrrädern die Malaiische Halbinsel hinunter radelten und auf der hier ungeschützten Seite eindrangen. Bis zu ihrer Kapitulation vor den Alliierten am 21.08.1945 herrschten die Japaner.
Singapur wurde britische Kronkolonie, erhielt 1959 erst begrenzte Autonomie; 1963 war die Kolonialzeit endgültig vorbei; bis 1965 versuchte man eine Förderation mit den
malaiischen Nachbarn ( die Silbe -si- im Namen Malaysia ist davon übriggeblieben )


Singapur besteht aus 59 Inseln, 58 haben eine Fläche von insgesamt ca. 50 km², die Hauptinsel hat 42 x 23 km und eine Gesamtfläche von etwas über 600 km². Jährlich kommen etwa 7 Mio. Besucher hierher.
Die meisten Inseln sind entweder unbewohnt, militärisches Gebiet oder werden für die Industrie genutzt (Schrottinseln, Raffinerien und Öltanks)."

Unser Stopover 2000:
Von Frankfurt spät abends mit einer Boeing 747 der australischen Fluggesellschaft Qantas gestartet, landeten wir nach über 12 h Flugzeit auf dem Singapore Changi Airport. Wir hatten dafür ca. 10.000 km zurücklegen müssen. Singapur's Changi Airport empfing uns als hochmoderner, großer und doch übersichtlicher Flughafen. Schnell waren die Einreiseformalitäten erledigt, die Koffer vom riesigen Band entnommen und der Weg in Richtung Ausgang eingeschlagen. Spätestens beim Verlassen des Terminalgebäudes wurde uns endgültig klar, dass wir in tropischen Regionen angekommen waren. Uns empfing eine Luft wie in einem schlecht gelüfteten Waschhaus :-). Die Luftfeuchte war für uns ungewohnt hoch und da wir etwas übernächtigt waren, auch nicht gerade angenehm. Dieses Gefühl verschwindet aber recht schnell, nach wenigen Minuten beschäftigten wir uns schon mit unserem Transfer zum Hotel. Auch das Finden des Transporters und das Verstauen der Koffer lief wie am Schnürchen. Wir stiegen ein, wurden sogar in einigermaßen verständlichem Deutsch begrüßt und fuhren los - hinein in eine der modernsten Citys der Welt...

Unser Hotel 2000

  
     Copthorne Kings Hotel

Das Copthorne Kings Hotel, wo wir für die eine Nacht in Singapur untergebracht waren, liegt an der Havelock Road, unweit vom Singapore River. Wie sich bald herausstellte, ist dies eine optimale Lage für unsere geplante abendliche Erkundung der Stadt. Wir wollten zu Fuß einige wichtige Highlights ansteuern und hatten uns deshalb einen kleinen Plan zurecht gelegt. 

Unsere Tour zu Fuß
Unser abendlicher Spaziergang ging letztlich über eine Gesamtstrecke von ca. 12 km. Dieser Fußmarsch hatte es bei 90 % Luftfeuchtigkeit und 28 °C durchaus in sich, aber es sollte nicht umsonst sein.
Wir besuchten Chinatown und schlenderten dort als erstes über einen ziemlich großen Markt. Es gab alle möglichen und unmöglichen Dinge, bis hin zu Kröten, Krähenfüßen und Schildkröten zu kaufen ........ ein Hochgenuß für sämtliche Vegetarier. :-)  Dann wurde es jedoch etwas kultureller, als wir verschiedene chinesische Tempel zu Gesicht bekamen und irgendwann - wohl mehr durch Zufall mitten in einem indischen Ladenviertel landeten. Ohnehin ist Singapur multikulturell, es hat knapp 140 größere Kirchen, Moscheen und Tempel. Daneben gibt es viele Dutzend kleinere Gebetsstätten.

Unser Weg führte uns nun in Richtung der Wolkenkratzer, das Ziel hieß "Stamford Raffles Denkmal".
Das Stamford Raffles Denkmal steht unmittelbar am Büro- und Finanzzentrum der Stadt. Hier reihen sich um eine kleine Bucht herum aufgefädelt mehrere Gaststätten und warten, wohl recht erfolgreich, auf Gäste. Auch "Raffles Landing Site" am Singapore River vor den alten "Shop houses" am Boat Quay ist Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen aus aller Welt. Irgendwo hier speisten wir auch zu abend und mussten mit Erstaunen zum ersten Mal in unserem von europäischen Gebräuchen geprägten Dasein beobachten, wie ein Chinese einen Fisch durch Ziehen der Delikatesse durch die Zahnlücken und Verstreuen der Gräten und sonstigen Teile des Tieres auf dem Tisch verspeiste. Das hatte uns niemand beigebracht! Nachdem der Kellner mit einer selbstverständlichen Miene vollkommen unbewegt die ursprüngliche Farbe der Kunststoffdecke mittels eines Lappens wieder hervorgeholt hatte, konnten auch wir unser Mahl beginnen. Ich entschied mich lediglich für eine gekühlte Cola. :-) ...



 

   
Blick vom Mount Faber - schönster Aussichtspunkt der Stadt

Ein Sessellift geht vom Berg Faber durch die oberen Etagen des Cable Car Tower nach Sentosa.

Stadtrundfahrt
Am nächsten Morgen begann die Stadtrundfahrt, ein gut deutsch sprechender Guide holte uns dafür am Hotel ab. Wir fuhren in einem Bus kreuz und quer durch Singapur und hörten allerlei über Geschichte, Zukunft, diverse verbotene Sachen - wie Kaugummiverkauf von 1992 bis 2004 grundsätzlich, seither nur in Apotheken - und besuchten viele Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im folgenden einige Fotos unserer Tour, die über den Besuch der Innenstadt, einiger Tempel, des Nationalen Orchideen Gartens bis hin zu einer Hafenrundfahrt und dem Besuch des Aussichtspunktes Mount Faber reichte...


   
     Besuch des Nationalen Orchideen Gartens

Über 700 Arten und 2100 Züchtungen befinden sich in der Sammlung des Gartens. Der Nationale Orchideen Garten in Singapur ist nicht nur für Blumenfreunde ein Erlebnis!


   

    
Cheng Ho Harbour Cruise - unsere Ausfahrt zu einer "Schildkröteninsel"

Vorbei geht es an mehreren Dutzend Schiffen und dem größten Containerumschlag-Hafen Südostasiens zu einem Zwischenstopp an der Insel Kusu. Kusu ist recht klein, aber gilt Moslems und Taoisten als heilig. Auf Kusu steht der Tua-Pekong-Tempel. Er ist Ziel einer Wallfahrt im neunten Mondmonat.


     
    
Die Skyline Singapur's aufgenommen bei unserer Hafenrundfahrt.


Unser Stopover 2005:
Wiederum von Frankfurt ging es spät abends mit einer Boeing 747 nach Singapur. Die Flugroute der Lufthansa führte direkt über die erst Ende 2004 von der fürchterlichen Tsunami betroffenen Strände Thailands und Malaysias. Diesmal fuhren wir in Singapur auch mit der U-Bahn, der Cable Car und besuchten endlich den riesigen Löwen auf Sentosa...

Unser Hotel 2005

  
     Furama RiverFront Hotel

Das Furama RiverFront Hotel, in dem wir 2005 für zwei Nächte Quartier nahmen, liegt auch an der Havelock Road, also unweit vom Zentrum Singapurs.

Unsere Touren zu Fuß
Unsere Spaziergänge folgten im Wesentlichen den Spuren der des Jahres 2000. Etwas länger verweilten wir diesmal an der Orchard Road, zusätzlich fuhren wir diesmal mit der U-Bahn zwischen Chinatown und Boatquay hin und her. ;-)


 

   
Frank zu Besuch bei Mr. Raffles am Boat Quay


Stadtrundfahrt
Am nächsten Morgen begann die zur Reise gehörige Stadtrundfahrt. Ein gut deutsch sprechender Guide holte uns dafür am Hotel ab und wir fuhren wiederum in einem Bus kreuz und quer durch Singapur. Diesmal gehörte der Mt. Faber leider nicht zur Fahrtroute, aber dafür besuchten wir eine Fabrik zur Herstellung von Schmuck. Beim nächsten Stopover in Singapur werden wir dann wohl doch auf diese Rundfahrt verzichten können, mittlerweile kennen wir die Stadt ganz gut und es gibt zu Fuß wohl doch mehr neues zu erkunden. Für einen ersten Besuch im Stadtstaat sind diese Touren aber absolut zu empfehlen.


Sentosa


   
     Fahrt mit der Cable Car vom Mt. Faber nach Sentosa

Nachdem 2000 die Zeit für einen Besuch Sentosas nicht ausreichte, klappte es endlich bei dieser Reise! Wir charterten ein Taxi und ließen uns auf den Mt. Faber kutschieren. Nach einem ausgiebigen Betrachten der City von diesem tollen Aussichtspunkt bestiegen wir die Cable Car und schaukelten zur Insel Sentosa hinüber. Der mittlerweile wohl etwas in die Jahre gekommene größte Freizeitpark des südostasiatischen Raumes bietet allerlei Attraktionen, schön angelegte Wege und eine Inseleisenbahn. Wir verbrachten etwa einen halben Tag im Park und fuhren dann mit dem Taxi wieder zur Erkundung der City.


   

    
Sentosas Merlion - wir besichtigten ihn und konnten aus seinem Maul heraus wunderbar über die Stadt blicken :-)



Fazit
Singapur ist beeindruckend! Ich glaube, guten Gewissens jedem Fernreisenden - sei es nach Downunder oder durch Asien selbst - einen Besuch dieser Supercity empfehlen zu können. 





Dem Leser vielen Dank für's Interesse!




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