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Reisebericht Neuseeland
Im Januar 2005 unternahmen wir unsere bisher schönste Reise - eine 5500
km lange PKW - Rundreise durch Neuseeland.
Die Reiseroute unserer 3-wöchigen Tour
führte uns durchs ganze Land, wir erkundeten die Nord- und die Südinsel.
Neuseeland, kurz NZ genannt, müsste eigentlich als Land der Superlative gelten, hier finden sich die
verrücktesten Sportarten, die steilste Straße der Welt, Palmen neben Kletschern, die sich trotz Klimawandel noch ausdehnen, einen Wappenvogel -
Kiwi gerufen - den selten jemand zu Gesicht bekommt, Pinguine und tropische Wälder in
einem Staatsgebiet, in Neuseelands Hauptstadt werden 16 Uhr die Bürgersteige
hoch geklappt, es gibt mehr Schafe als Einwohner und es gibt keine Krokodile,
Giftschlangen, böse Spinnen oder ähnlich unangenehmes Getier, vieles vieles
mehr kann man aufzählen... Also, nichts wie hin - begleiten wir FSeidi auf
seiner Tour durchs Paradies!
Hier eine kurze Übersicht zur Reiseroute der Rundreise:
| Nordinsel | Südinsel | |
| - Auckland - Bay of Islands - Coromandel-Halbinsel - Rotorua - Taupo - Mt. Ruapehu - Napier - Wellington |
- Franz Josef Glacier - Fox Glacier - Queenstown - Milford Sound - Dunedin - Catlins - Mount Cook NP - Christchurch |
Das vermutlich schönere Ende der Welt:
Das Foto stammt
vom Milford Sound, doch darüber lest ihr weiter unten...
Nun zur
Rundreise:
1. Tag
Auckland Flughafen - Auckland inkl. Stadtrundfahrt (69 km)
Nach über 10 Stunden Flug von Singapur
in der Touristenklasse einer Boeing 767-300 der Air New Zealand
landeten wir in einer der schönsten Städte der südlichen Hemisphäre - in
Auckland.
Schon der Fensterblick beim Landeanflug auf die modernste City Neuseelands
entschädigte für die ultralange Anreise, immerhin waren wir von Frankfurt
kommend insgesamt fast 25 Stunden in der Luft gewesen. Die Maschine zog in
einer Linkskurve einen fast vollständigen Kreis über der Stadt. Ein nahezu
wolkenloser Himmel tat sein übriges, die ungeduldige Vorfreude auf das
"Land der kleinen weißen Wolke" weiter anzuheizen...
Der moderne, nicht allzu große Flughafen Aucklands begrüßte uns mit einer
intensiven Überprüfung bei der Einreise - wären wir aus Afrika gekommen,
hätte man uns vermutlich sogar die Sohlen unserer Wanderschuhe
desinfiziert.
Nach der Einreise führte uns der erste Weg zum Schalter unseres Autovermieters. Die höfliche, aber unumkehrbare "Weiterleitung" zum
Shuttle-Bus beinhaltete irgendetwas wie "Take the bus ...", bot uns
aber die Chance auf die erste Bewährungprobe in fremden Gestade, denn die Frage
lautete nun, wo startet wann welcher Bus wohin,...;-) Das war übrigens auch unser
erster Kontakt mit dem originalen New Zealand-English - das so schwierig gar
nicht ist. Alles kein Problem! In einer den Aussis nicht unähnlich legeren Art
sortierte man uns samt Gepäck in einen modernen Stadtbus um wenige Minuten
später mitten in einem Gewerbegebiet die Mietstation zu erreichen.
Hier ging jetzt alles blitzschnell. Eine junge Dame erklärte uns in
ausgezeichnetem Deutsch die wichtigsten Regeln im Umgang mit ihrem Mietmobil,
insbesondere auch, welche Straßen man mit dem Wagen nicht befahren dürfe...
Dann noch ein gesponserter Kaffee, eine schnelle Runde um einen armeegrünen
Mitsubishi-Landser, Unterschrift unter irgendein Papier, gute Wünsche und schon
war der Straßenverkehr Down Unders um einen vollkommen unerfahrenen Linksfahrer
reicher.

Unser Mietwagen "Bishi"
Oh je! Die ersten Meter waren eine Katastrophe! Vorsichtig nutzten wir das
Gewerbegebiet für meine Links-Fahrübungen, fürchteten das plötzliche
Auftauchen anderer Verkehrsteilnehmer und stellten mit Entsetzen fest, dass
Blinkerhebel und Scheibenwischerschalter auch vertauscht sind. Speziell in
"Turn arounds", den häufig anzutreffenden Kreisverkehren Neuseelands,
schaltete ich bei strahlendem Sonnenschein noch so manches Mal die
Scheibenwischer ein...
An dieser Stelle vielleicht einige Tipps zum Thema Mietwagen in NZ: Wenn
möglich sollte man ihn wohl bereits in Deutschland buchen und eine geeignete
Versicherung abschließen - vor Ort scheint es teurer zu sein und manche
Versicherungsoption ist gar nicht zu bekommen. Ein normaler PKW reicht, das
Straßennetz erfordert weder auf der Nord- noch auf der Südinsel ein "4
Wheels Drive". Soll es ein Kombi sein, so auf jeden Fall auf eine Abdeckung
der Gepäckfläche achten. Auch ein Blick auf das an der Frontscheibe befestigte
Registrationspapier (eine Art Zulassung mit Ablaufdatum) lohnt, mehr schreibe
ich hier dazu nicht... Jedenfalls kann man als Neuseeländer offensichtlich auf nahezu jeder
Postfiliale einige NZ-Dollars übergeben und bekommt dafür einen nun gültigen
Schein. Ach noch was, wir sind zu dem Schluss gekommen, dass
Scheibenwaschanlagen-Zusatz in Neuseeland bisher wohl unbekannt und nirgends zu
haben ist - welch' eine Marktlücke! ;-)
Die Fahrt vom Autovermieter ins Zentrum von Auckland
gestaltete sich wesentlich unproblematischer als erwartet. Man muss einfach
im Verkehr mitschwimmen, an Kreuzungen natürlich etwas mehr aufpassen und darf
auch sonst keine Angst haben. Wir wohnten in einem hübschen Stadtteil Aucklands
in einem Hotel der Kingsgate-Gruppe und starteten sofort nach dem Einchecken
unsere Stadttour. Wichtigste und interessanteste Anlaufpunkte des ersten Tages
waren der 328 m hohe Skytower und One Tree Hill. Der Skytower mit einer
Aussichtsplattform in 192 m Höhe, bietet nicht nur sehr interessante Aussicht
auf die Landschaft mit Harbour Bridge und dem Yachthafen. Hat man etwas Glück,
kann man Mutige vor dem Fenster vorbeistürzen sehen! Sie leben mit dem
vermutlich tiefsten Sprung der Welt von der 220 m hohen Plattform ihre Abenteueraktivitäten
aus und stürzen sich 192 m senkrecht in die Tiefe! Man nennt das
übrigens Skyjump. Durch eine 38 mm dicke, betretbare Glasscheibe kann man
von der Aussichtsplattform auch senkrecht nach unten sehen und dabei seine
eigenen Füße über dem Nichts fotografieren.
Im dicken Nachmittagsverkehr kämpften wir uns dann, den wichtigsten Hügel
Aucklands mehrfach ergebnislos auf der Suche nach einer Auffahrt umkurvend, doch
irgendwie auf den One Tree Hill. Dieser "Hügel", ein ehemaliges Wehrdorf der Maoris
wird von einem 20 m hohem Granit-Obelisken überragt. Der Blick über Auckland
bei Sonnenuntergang ist genial.
2. Tag Auckland - Whangarei - Whangarei Wasserfall - Paihia
- Bay of Islands (254 km)
Die erste Nacht in Neuseeland war recht kurz. Gegen 4 Uhr morgens (natürlich
Ortszeit), war an Schlaf nicht mehr zu denken. Die Zeitumstellung braucht eben
doch einige Tage. Nach einem kurzen Frühstück wanderte ich also
mutterseelenallein durch die Straßen und fotografierte, von
der guten Lage unseres Hotels überrascht, die nächtlich beleuchtete City mit
dem Skytower. Interessant war es auch zu beobachten, wie Auckland früh munter
wird.... Alles schön mit der Ruhe :-)
Am späteren Morgen ging dann die Rundreise richtig los. Auf einer
Schnellstraße fuhren wir Richtung Norden. Das Tagesziel lautete Pahia. Die Bay of Islands,
ca. 250 km im Norden Aucklands, gilt als eine der größten
Touristenattraktionen der Nordinsel. Hier hatten wir auch unseren ersten Kontakt mit dem neuseeländischen Regenwald.
Unterwegs Richtung Norden erreichten wir nach etwa 150 km Whangarei - die Hauptstadt des winterlosen Nordland.
Zu besichtigen gibt es vor allem eine Hafenpromenade, schon Captain James Cook segelte im Jahr 1769 in diesen
Hafen, und eindrucksvolle 25 m hohe Wasserfälle. Diese sollen angeblich
auch die am meisten fotografierten Neuseelands sein. In Pahia, dem Zentrum der Bay of
Islands angekommen, bezogen wir das Hotel und versorgten uns mit den netterweise
in NZ kostenlos erhältlichen Land- bzw. Straßenkarten der Touristikbüros. Die bewaldeten Hügel
rings um Paihia umrahmen in einer reizvollen Kulisse die Bucht vor Paihia.
Abends an der Uferstraße bummelnd, kann man mit etwas Glück auch ein
Maori-Kanu auf dem Wasser schaukeln sehen. Traumhaft!
3. Tag Bay of Island - Rundfahrt Whangaroa - Cable Bay -
Noktural Park - Tauranga Bay - Kerikeri - Taipa (368 km)
Am dritten Tag starteten wir zu einer selbst zusammengestellten Rundfahrt in den
Bay of Islands. Eine Bucht ist schöner wie die andere, riesige Farnpflanzen prägen das Bild des Waldes.
Für einen Hobbyfotografen ist diese Gegend ein unerschöpflicher Quell
herrlichster Motive. Da wir uns fest vorgenommen hatten, das Wappentier
Neuseelands, den Kiwi leibhaftig begrüßen zu wollen, bogen wir in Richtung
Landesinneres ab. Eine 30 km staubige Schotterpiste führte uns zum Nocturnal
Park, vielleicht einem Geheimtipp. Die Highlights waren ein schlafender Kiwi, ein Dschungelpfad und eine Glühwürmchenhöhle ganz allein für uns.
Der Kiwi, das neuseeländische Wappentier ist übrigens flugunfähig, also ein Bodentier.
Er ist ein Nachttier, das sehr versteckt lebt und nahezu blind ist, aber
ausgezeichnet hört und riecht. Die Rückfahrt zur Zivilisation gestaltete sich
anfangs etwas schwierig, da wir mehrere Kilometer inmitten einer von mit
Quads bewaffneten Landwirten in Schach gehaltenen Rinderherde dahinzitterten...
Die 368 km lange Runde versüßten wir uns noch mit einem Besuch der Cable Bay
und dem Trip zum angeblich weltbekannten Mangonui Fischladen. An der
Tauranga Bay entlang steuerten wir dann endgültig unseren Ausgangsort, Pahia,
wieder an.
4. Tag Bay of Island - Hokianga - Waipoua-Wald - Auckland
(443 km)
Nun hieß es Abschied vom Norden der Nordinsel Neuseelands nehmen und erst
einmal zurück nach Auckland. Am Abend zuvor hatten wir bei der Tourplanung auch
diese Route beträchtlich ausgeweitet. Zuerst ging es Richtung Hokianga Harbour.
Vom Ufer des Hokianga Harbour hat man eine prächtige Aussicht auf die mächtigen Sanddünen,
diese idyllische Bucht eignet sich aber auch hervorragend zum Ausspannen. Dann
kam der nach einiger Fahrt der Waipoua Kauri Forest in Sicht. Der Kauri ist ein einheimischer
Baum Neuseelands, dessen Wälder unter besonderem Schutz stehen. Die Maori nutzten
übrigens dieses Holz zum Bau ihrer Kriegskanus. Im Waipoua Kauri Forest gibt es
den Te Matua Ngahere (Vater des Waldes). Dieser Baum soll mit über 16 m den größten Umfang aller neuseeländischen Bäume haben und ca. 2000 Jahre alt sein.
Wir hatten uns vorgenommen, den "Herr des Waldes"- Tane Mahuta -
1200 Jahre alt als eine besondere Attraktion zu besuchen. Er ragt mit 6 m
Durchmesser 51 m in die Höhe.
Der Gigant steht wenige Dutzend Meter von der Straße entfernt im Walde,
Hinweisschilder vereinfachen das Finden. Der Gipfel des Riesen ist nicht ohne
weiteres fotografierbar, also knippsen sich die Besucher eben wechselseitig vor
dem überdimensionalen Baumstamm. Der Highway schlängelt sich von hier aus 20 km lang durch den
Kauri-Forest. Mitunter passiert man Schilder wie "KIWI Zone - Achtung Kiwis
- Hunde verboten!". Nach Verlassen des Waldes durchquert man einige
kleinere Ortschaften, in denen früher Kauri Bäume verarbeitet wurden - einiges
Handwerksgerät steht noch in gut sortierten Läden als Dekoration umher. Weiter
auf dem Highway 12 (Twin Coast Discovery) geht's Richtung Auckland, stets
genügend Gelegenheit für Schnappschüsse am Wege. So zum Beispiel dem Orawa Strand,
dem extrem breiten der Badestrand der Aucklander. Auf dem stadtnahen Highway
kommt nun der Skytower von Auckland in Sicht, diese Etappe, die Rundfahrt durch
die Bay of Islands neigt sich leider dem Ende entgegen.
Am Abend nutzten wir die Chance, den Mount Eden
- auch ein Highlight Aucklands - zu besuchen. Der Hügel ist eigentlich ein Vulkankegel, in
den riesigen Krater kann man auch hineinschauen, aber nicht hineinklettern. Er
ist dicht mit Gras bewachsen, dienst als Weidefläche für Kühe und hat die Form eines
riesigen Trichters. Mit seinen 196 m ist der Mt. Eden Aucklands höchster Vulkan. Von hier hat man
eine faszinierende Aussicht auf die Stadt.
5. Tag Auckland - Coromandel-Halbinsel, Rundfahrt über Coromandel, Driving Creek Railway, Thames, Cooks Beach, Cathetral Cove, Hot Water Beach
(325 km)
Die Fahrt zur Coramandel-Halbinsel geht flott vonstatten. Die in Neuseeland
erlaubten 100 km/h, welche auch für LKW gelten, sind dem Ausbau des
Straßennetz entsprechend - es gibt ja fast keine Autobahnen - und für den
Touri recht angenehm. Wieder passieren wir kleine Ortschaften mit ihrem
Dorfhafen und können bei kurzer Rast beobachten, wie einige Neuseeländer mit
dem Mini-Motorboot aufs Meer hinaus schippern um sich ihr Mittagessen zu
beschaffen. Irgendwann ist die Halbinsel erreicht und es geht auf der
Küstenstraße wieder Richtung Norden. Der Goldrausch von vor etwas mehr als 140 Jahren ist hier
irgendwie noch zu spüren. Nun findet man still gelegte, jetzt als
Besucherattraktion hergerichtete Goldminen rechts am Wege, links eröffnet sich
der gigantische Blick aufs Meer, die Bucht von Coromandel. Nach einer kurzen
Suche finden wir - nun schon recht weit nach Norden vorgestoßen - den Bahnhof
der Driving Creek Railway. Welch' geniales Männerspielzeug! Die einzige Schmalspurbahn
Neuseelands wurde in 20-jähriger Arbeit mühevoll von Hand erbaut und war die Idee
eines Töpfers und Eisenbahn-Fans. Er verschaffte sich mit dem im Zick-Zack
durch den Regenwald wackelnden Bähnchen Zugang zum lehmhaltigen Boden des Hügellandes.
Noch heute wird das Holz zur Befeuerung der Brennöfen mit der Bahn transportiert, in erster Linie jedoch
Besucher - wie auch wir. Am Haltepunkt der Driving Creek Railway musizierten
einige Aussteiger auf sonderbaren Instrumenten und verkürzten die Wartezeit auf
die nächste Abfahrt. Man zuckelt durch Tunnel, genießt Blicke über den
Regenwald, stoppt, wenn Weichen umgestellt werden müssen. Sehenswert! Unsere
weitere Rundfahrt führt uns zur nächsten Goldmine und kurz darauf an eine
Bucht., wo mit Jeep oder Traktor die Yachten zu Wasser gelassen werden. Man
liest, nirgendwo im Land sei auf so kleinem Gebiet die Landschaft so kontrastreich wie
auf dieser Halbinsel - das mag stimmen. Wir erreichen Cathedral Cove, eine malerische Bucht mit bizarren
Kreidefels-Formationen und nutzen auch hier die Gegend für eine ausgedehnte
Rast. Die Küstenstraße ab hier ist wieder eine sehr romantische Straße,
obwohl eng und kurvenreich. Am Eingang zum Hot-Water-Beach trifft man durchaus
viele Besucher, die Parkplatzsuche aber ist wie immer in NZ kein Problem. Hier
strömt das Wasser heißer unterirdischer Quellen seinen Weg durch den Sand des
Strandes an die Oberfläche. Man kann sich Sandlöcher buddeln die sich sofort mit
heißem Wasser füllen, umso heißer, je tiefer man gräbt. Einige
Strandbesucher scheinen mittlerweile vollkommen temperatur-unempfindlich gewesen
zu sein, denn sie warfen sich sogar in die dampfenden Schlammlöcher... Am
frühen Abend erreichten wir dann unsere Unterkunft in Tairua, das Pacific Harbour Lodge.
6. Tag Coromandel-Halbinsel - Zorbing-Hang nahe
Rotuora - Rotorua - Thamatekapua - Rotorua (336 km)
Am 6.Tag lautete das Tagesziel Rotorua! Auf der Fahrt nach Süden besuchten wir
einen kleinen Bahnhof am Wege und besichtigten das Hauptquartier der Church of Jesus Christ of the Later Days
Saints von außen. Der Mormonentempel stammt aus dem Jahr 1958. Leider war keine Besichtigung möglich.
Kurz vor dem Erreichen von Rotorua passiert man einen - nennen wir es einmal
Sportgarten - und kann allerlei verrückte neuseeländische Sportarten treiben -
oder zumindest beobachten. Der aus unserer Sicht absolute Höhepunkt des
Schwachsinns (im positiven Sinne) nennt sich Zorbing.
Das geht so:
"Man nehme eine fast 200 Meter lange Schuss- oder Zick-Zack-Piste und eine drei Meter dicke Kugel aus Plastik, stecke drei
Verrückte hinein und rolle diese den Berg hinunter. Man kann diesen Spaß auch mit ein paar Litern Badewannen warmen Wasser bekommen. Heraus kommt bei beidem sicherlich das aparte Gefühl, während des Hauptschleuderganges in einer Waschmaschine zu sitzen."
Quelle für diese treffende Formulierung: ein Reiseführer NZ
Man riecht Rotorua schon lange bevor man es sieht. Der aus den natürlichen Öffnungen in der Erdkruste aufsteigende Schwefelwassterstoff sorgt dafür, dass ein Geruch von faulen Eiern in der Luft liegt.
Sogar aus den Kanaldeckeln kam stellenweise heißer Dampf und der Schwefel-Gestank heraus. Dies hat die Briten
damals jedoch offensichtlich nicht daran gehindert, aus dem Ort einen mondänen Kurort zu
machen. Rotorua soll heute rund 65000 Einwohner haben. Im Ort besuchten wir
einen Wochenmarkt, fanden stolz ein Maorikanu für Touristen und besuchten nach einem kurzen Spaziergang an der Rotorua Lakefront
das Nahe gelegene Maori Dorf. In dieser Maori-Ansiedlung findet man unter
anderem die St. Faith’s Angican Church von 1910 und ein Versammlungshaus mit schönen Schnitzereien.
Irgendwie ist dabei alles in den Farben rotbraun-weiß gehalten. Maoris waren
jedenfalls keine zu Hause :-)
7. Tag Rotorua - Wamiangu - Vulcanic Valley - Te Whakarewarewa-Pohuta
- Murupara - Huka-Wasserfall - Taupo (161 km)
Überall um Rotorua dampft und blubbert es. Wer aber wirklich die Schönheit
dieser Gegend erleben will, muss sich auf machen ins Thermal Wonderland. Die geologischen Attraktionen und die Farbenvielfalt des Thermal Wonderland sind
weltweit einmalig. Man wandert zwischen heißen und kalten Pools, dampfenden und kochenden Schlammlöchern,
blickt in ein dampfende Tal. Einige Attraktionen der Tour sind Devil’s Home,
ein schwefelreicher Krater, der Thunder Crater, die Artist’s Paletteden, den The Champagne Pool
mit 60m Durchmesser bei einer Tiefe von 60 m und 74°C heißem Wasser.
Dann gibt's noch den Sulphur Crater, das arsenhaltige Devil’s Bath und einiges
mehr.
Nahe davon liegt der Lady Knox Geysir, der täglich um 10.15 Uhr ausbricht und ca. 27.000 Liter Wasser versprüht.
Auch er ist einer der vielen Attraktionen dieses Geländes. Auf dessen Parkplatz trafen wir übrigens andere deutsche Weltenbummler - sie hatten aber
ihr Privatauto mitgebracht und waren auf Weltreise...
Dann besuchten wir das Naturschutzgebiet von Waimangu Volcanic Thermal Valley.
Etwa 1886 brach hier ein Vulkan aus und seither regeneriert sich die Vegetation des Tales
langsam wieder. Die Wanderung führt am Bratpfannensee, das Wasser ist über 50° C heiß
vorbei. Dieser See ist weitweit die größte Heißwasserquelle. An dieser Stelle
will ich die Aufzählung der Attraktionen beenden, die Wanderung führte uns
letztlich zum Rotomahana See. Dort angekommen rasteten wir kurz und trafen dann
glücklich auf einen Bus, der uns über Stock und Stein wieder zurück zu
unserem Mietauto oberhalb des Tales brachte. Jedem Wanderer sei empfohlen im
Thermal Valley ausreichend Getränke mitzuführen, nach 90 min Weg wird der
Durst ernsthaft unangenehm...
Auf dem weiteren Weg Richtung Taupo liegen die Huka Falls am Wege. Hier zwängt sich,
wie in einem Reisebericht schön formuliert ist "der zu den wasserreichsten Flüssen Neuseelands zählende Waikato- River in einen engen Trichter, um sich dann über eine 10 m hohe Bruchkante in einen chaotischen, wild schäumenden Strudel zu ergießen."
Treffend formuliert!
Nach weiterer angenehmer Fahrt erreichten wir irgendwann unser Hotel in Taupo. Die kleine
Stadt Taupo liegt am Ufer des Lake Taupo, dem größten See Neuseelands.
8. Tag Taupo - Mt. Ruapehu - Napier (358 km)
Ein morgendlicher Halt am Lake Taupo stimmte uns auf diesen am landschaftlichen
Gegensätzen so reichen Tag ein. Am See konnte man noch ärmellos
umherspazieren, doch das sollte sich bald ändern. Die folgende Zwischenetappe
hieß Mount Ruapehu! Stolz überragen die Gipfel der drei Vulkane Mt. Ruapehu, Mt. Ngauruhoe und Mt. Tongariro
den Nationalpark und sind auch vom Tauposee aus teilweise zu erkennen. Obwohl die Vulkane
angeblich aktiv sind - der letzte spektakuläre Ausbruch des Mt. Ruapehu war
wohl 1995 - ist hier im Winter das Hauptskigebiet der neuseeländischen Nordinsel.
Über eine serpentinenreiche Straße ging es hinauf zum Mt. Ruapehu, die
Landschaft links und rechts der Straße erinnerte zunehmend an Mondgestein. Nach einer 1,5-stündigen Fahrt waren wir auf 1600 m Höhe am Mt. Ruapehu und es war wahnsinnig kalt.
Wir trafen bei unserem Spaziergang an der Basisstation der Gipfelseilbahn Trackingtouristen
mit Helm, Gurt und Pickel - naja, wem es Spaß macht... Es gibt einen
wunderschönen Gletschersee und viele Zeichen des letzten Vulkanausbruchs.
Unterwegs passiert man das auf vielen Ansichtskarten verewigte Hotel Chateau Tongariro.
Es ist ein Luxushotel und wurde um 1929 erbaut. Es heißt, es biete einen Komfort, den niemand in dieser Einsamkeit vermuten würde
- wir besuchten deshalb im Interesse der Reisekasse vorsichtshalber nur den
Souveniershop.
Nach der Abfahrt ins Tal führte uns ein relativ ereignisloser Tagestripp nach Napier.
Napier liegt am südlichen Ufer der Hawkes Bay. Die Stadt wurde nach einem
Erdbeben ab 1932 komplett neu errichtet und dabei vom im die 30-er Jahre typischen Art Deco Stil
geprägt. Bei einem Spaziergang durch die Stadt genießen wir das angenehme und
ruhige Flair der Stadt, besonders das der vielen schönen Häuserfassaden. Auch
hier waren ab ca. 17.00 Uhr fast keine Menschen mehr auf den Straßen, die Geschäfte
schlossen
wie fast überall bereits 16.30 Uhr.
9. Tag Napier - Hastings - Palmerston North - Wellington
(388 km):
Hurra! Wir haben den 40-sten Breitengrad unterschritten! Die Fahrt Richtung
Wellington nutzten wir intensiv, um uns auf die bevorstehenden
Sehenswürdigkeiten der Stadt vorzubereiten. Unsere drei mitgeführten dicken
Reiseführer waren dazu eine ergiebige Quelle.
Ein wunderschöner Zwischenstopp bot sich an einem einsamen Haus an, dass aber
gastronomische Versorgung bot. Wir genossen unser Mittagessen mit Hund und Hahn
- Schaf-Steakburger - was sonst.
Auch eine Ausstellung von alten Vehikeln, zugehörig zum Restaurant, ergänzte
den idyllischen Eindruck.
Wellington ist die Hauptstadt Neuseelands und verfügt über einen Naturhafen
mit wohl vorwiegend wirtschaftlicher Nutzung. nach dem Einchecken ins Hotel ging
es zur Stadterkundung. Zuerst besuchten wir die Parlament Buildings. Wir nahmen an einer Führung im Parlamentsgebäude teil und hier haben wir auch den
Stuhl von Big Boss, der Queen Elisabeth II, gesehen.
Interessant ist auch das Government Building, ein riesiges Regierungsgebäude erbaut aus einheimischem
Holz. Es ist angeblich nach dem Todaiji-Tempel in Japan das größte Holzbauwerk der Welt.
Wellington Cable Car
Am Lambton Quay befindet sich auch die Talstation der 1902 eingerichteten Cable Car, das Verkehrsmittel,
aber wohl vor allem Touristenattraktion ist. Die Fahrt mit dieser Bahn hat uns
viel Spaß gemacht!
Oben angekommen besucht man bei Interesse ein kleines Cable Car-Museum und wandert durch
den Botanischen Garten wieder talwärts. Im Rosengarten kann man dann über 300 verschiedene Rosenarten bewundern.
Leider ist es ab 16.00 Uhr in Neuseeland fast nicht mehr möglich, sich in ein Cafe zu setzen und die Landschaft zu genießen, denn 16.00 Uhr schließen die
Cafes - auch in der Hauptstadt ;-( Gegen 17.30 Uhr leeren sich dann auch
die Straßen zusehens, Hochhäuser werden verschlossen und der typische
Neuseeländer scheint Sportfernsehen zu genießen oder selbst auf irgendeinem
See zu schippern...!
Wir nutzten die Zeit zu einem Besuch des Mt. Victoria. Der 196 m hohe Hügel bietet
einen schönen Ausblick auf Stadt und Hafen. Hier steht auch eine altertümliche
Kanone, die früher dazu diente, den Bewohnern von Wellington lautstark die Mittagszeit
zu verkünden.
Am Abend erkundeten wir dann den Hafen, denn am nächsten morgen sollte unsere
Fähre nach Picton (Südinsel) auf uns warten. Es war gut so! Schilder zur
Fähre waren kaum vorhanden, das Terminal als solches nicht zu erkennen.
Schließlich fanden wir es doch und ich konnte die kommende Nacht wesentlich
beruhigter schlafen. Nicht auszumalen, wir hätten unser Schiff verpasst -
hatten wir doch das Glück, unser lieb gewonnenes Mietautomobil mit auf das
Schiff nehmen zu dürfen. Das ersparte uns den Autotausch, das Aus- und wiedereinbauen unseres Navigationssystems sowie natürlich das Kofferschleppen.
10. Tag Wellington (Fähre) - Picton - Blenheim (98 km)
Am nächsten Morgen waren wir viel zu früh am Fährhafen von Wellington. Der Interislander war
zwar schon am Kai, aber wir mussten in einer einige dutzend Meter langen
Schlange warten. Das bereits in Deutschland vom Reisebüro beschaffte
Fährticket wurde anstandslos akzeptiert und schon rollten wir über die Auffahrt
in den Bauch der riesigen Fähre. Unser Interislander hörte auf den Namen "Arahura"
und legte bei der Überfahrt zur Südinsel 52 Seemeilen (96 km) zurück. Die
Cook-Straße führt um das Kap Sinclair herum, und steuerte durch die Marlborough Sounds.
Herrliche Landschaft bot auch die Fahrt durch den engen Fjordarm Torry Channel und durch den Queen Charlotte Sound.
Nahezu alle Fährgäste waren an Bord und bestaunten die wunderschöne
Landschaft. Der Hafen von Picton ist recht klein, liegt aber nett eingebettet
zwischen grünen Bergen. Überall boten sich uns auch nach dem Ausschiffen geniale
Ausblicke - welches wunderschöne Land New Zealand doch ist. Ob die Einwohner wohl
dafür noch Augen haben?.
Unterwegs Richtung Blenheim fand sich dann im Brayshaw Historic Museum ein
interessanter Wegweiser - 18918 km bis London - so weit? Eine nachgebaute Einkaufsstraße aus der
Kolonialzeit lädt zum Bummeln ein, auch der Zahnarzt wurde nicht vergessen.
Brrrr - was dort für Instrumente ausgestellt waren. Am späten Nachmittag
erreichten wir Blenheim. die Stadt war wieder wie ausgefegt, wo sind nur die 26.000
Einwohner um diese Zeit? Unser Hotel, das Scenic Circle in Blenheim,
entschädigte uns für die gar nicht vorhandenen "Strapazen" der
kurzen Tagesetappe mit einem Top-Zimmer.
11. Tag Blenheim - St. Arnaud - Westport - Paparoa NP - Punakaiki
- Greymouth (391 km)
Am Marlborough Wine Trail entlang führte uns der 11.Tag in Down Under zum Lake Rotoiti,
einem von Gletschern geformtem See in St. Arnaud. Später dann fuhren wir
parallel zum Buller River. Hier trifft man nach einiger Fahrt auf eine über lange Hängebrücke
über den Buller River. Mutig kaufte ich eine Eintrittskarte für diesen
Abenteuerspielplatz, zurück über die Schlucht sollte es übrigens am Stahlseil
gehen. Der Fluss hat sich in eine tiefe Schlucht gegraben, die Brücke - darüber
gespannt - zeigte sich für mich unüberwindlich, leider. Die Hängebrücke
schaukelte und schlingerte derart, das ich verängstigt nach 50 m den Rückzug
antrat...
Der weitere Weg an der Westküste bietet überall fantastische Blicke, die Straße windet sich an den Rändern von Schluchten und Felsüberhängen bis nach
Westport. Irgendwann erreichten wir dann Cape Foulwind, das seinen Namen von James Cook erhalten hat, der hier
wohl Pech mit den Windverhältnissen hatte. Am Cape steht ein Leuchtturm, den
man wir bei unserer wunderschöne Wanderung am Cape als Orientierung nutzten. Das Meer schillert in verschiedenen Blautönen
und ist zuweilen stürmisch. Unser Abstieg zu den Klippen war kein Problem, zu
ebener Erde am Strand angekommen trafen wir sogar einzelne vollkommen
verängstigte Schafe, die frei umherliefen. Hatten die Tiere noch einen Boss
oder waren sie irgendwo getürmt? Wir haben es nicht heraus gefunden. Am Rand
des Wanderweges fanden wir im Unterholz einen kleinen Vogel. Achtung ein Kiwi! Man weiß ja nicht, ob man noch einmal einen zu Gesicht bekommt, also gleich noch ein
paar Fotos mehr... Welch' eine Blamage - er war kein Kiwi sondern ein Weka ;-).
Das nächste Ziel hieß Tauranga Bay, hier sollten hunderte von Seerobben sein. Doch leider waren viele Tiere wohl gerade im Meer beim "Fischen", so dass wir nur eine
einzige auf den Felsen beobachten konnten.
Wenigstens diese eine Robbe reckte sich zum Fototermin. Weiter ging es über die West Coast
Road zu den Pancake Rocks.
Pancake
Rocks
Diese Felsen sehen wirklich so aus, wie auf den Bildern der Reiseunterlagen, wie dünne Pfannkuchen übereinander
geschichtet und aufgetürmt, dazwischen brodelnde Wasserlöcher und zwei Blowholes.
Ein schön angelegter Weg führte uns durch einem Bambuswald, dann auf den Felsen entlang zu zahlreichen Aussichtsstationen. Wir sind erstaunt über die vielen Touristen hier, da wir doch unterwegs kaum ein Auto gesehen haben. Es ist auf der Südinsel ja durchaus nicht selten, eine halbe Stunde und sogar länger kein Fahrzeug auf der Straße zu Gesicht zu bekommen.
Tagesziel war die "Westküsten-Metropole" Greymouth. Zur Zeit des Goldrauschs lebten hier
über 50000 Menschen, heute sind es nur noch etwa 10000 Seelen.
12. Tag Greymouth - Shantytown - Hokitika - Ross - Franz Josef Gletscher
- Franz Josef (193 km)
Früh starteten wir in Richtung der südlichsten Gletscher der Erde. Unterwegs
nutzten wir wieder jede Möglichkeit, bei Sehenswürdigkeiten Stopps einzulegen.
Meine liebe Frau hat auf dieser Reise eine derart geniale Methode an den Tag
gelegt, die Attraktionen zu einer Perlenschnur zu reihen, das wir kaum ein
Highlight der durchstreiften Gegenden verpasst haben dürften - dessen bin ich
sicher. Nach einem Besuch des Bahnhof von Greymouth steuerten wir Richtung
Shantytown, einer restaurierten Goldgräberstadt, die als Freilichtmuseum dient.
Toll, mit einer alten Dampflok fuhren wir mitten durch den Regenwald. Man kann
dann eine Kirche, den Barbier-, Fotografen- Post- und Kramladen, das alte Hospital und viele andere liebevoll eingerichtete Häuser ansehen.
Die Weiterfahrt brachte uns nun erstmals in ein Regengebiet, aber schließlich ist die Westküste Neuseelands auch eine der regenreichsten Gegenden der Erde.
Auf der Strecke liegt auch der Ort Hokitika, das Zentrum und die erste Adresse
für Jadeschmuck in Neuseeland. Eigentlich ist der Ort eher für seine Goldvorkommen berühmt.
In dem alten Goldgräberstädtchen stießen im Jahre 1909 Goldgräber auf den größten Goldklumpen, der in Neuseeland jemals gefunden wurde
(3100g).
Über den Glacier Highway erreichten wir den Westland Nationalpark, der 1960 eingerichtet wurde und bei der UNESCO als
World Heritage Area eingestuft ist.
Tagesziel war die kleine Ortschaft am gleichnamigen Gletscher. Der Franz Josef Glacier wurde 1862 von dem deutschen Forscher Julius von Haast nach dem damaligen österreichischen Kaiser benannt. Nachdem sich der Gletscher etwa 100
Jahre zurück gezogen hatte, wächst er seit den 80er Jahren des letzten
Jahrhunderts wieder - alle Klimaerwärmung ignorierend.
Das Ungewöhnliche dieses neuseeländischen Gletscher ist auch die unmittelbare
Nähe des Regenwaldes. Nirgendwo sonst auf der Welt reichen Gletscher aus dem Gebirge bis
so nahe ans Meer und erreichen zudem noch in Ausläufern den Regenwald.
13. Tag Franz Josef - Fox Glacier - Wanaka - Arrotown
-Queenstown (398 km)
Wie sich in den frühen Morgenstunden zeigte, herrscht hier sehr viel schlechtes Wetter, da sich die
Wolken hier abregnen. Bis über 300 Regentage im Jahr sind hier normal und auch
unser Besuch des Gletschers fiel fast ins Regen-Wasser. Trotzdem, wir wateten
den schlammigen Weg in Richtung Gletscher, überquerten ein paar Holzbohlen, Bretter und Stahlseile -
Brücke genannt, die das tosende Gletscherwasser überspannte und kamen so recht
nahe an die Gletscherzunge. Aus einiger Entfernung schossen wir dann noch einige
Fotos und eilten schnell zurück zum Auto. Weiter ging die Fahrt. Den nächsten Stopp legten wir
am 23 km entfernten Nachbarort Fox Glacier ein, wo ein kurzer, aber sehr schöner "Bushwalk" anstand.
Es bot sich uns ein erster ungestörter Blick auf die neuseeländischen Alpen,
denn die Wolken verschwanden langsam. Wir umrundeten den Lake Matheson -
trotzdem leider war es zu bewölkt, um das Spiegelbild der Bergwelt im Wasser zu sehen.
Der Weg schlängelte sich am Ufer entlang und bog immer wieder für dutzende
Meter in den Regenwald ab. Von den Hängen kamen unzählige große und kleine Wasserfälle herab.
Die Weiterfahrt brachte uns dann ein frisches Lachsbrötchen auf einer Lachsfarm
ein - überhaupt sollte man in NZ die Schilder am Straßenrand genauer beachten
- manchmal kommt nämlich sogar eine Tankstelle vorbei :-).
Wir überquerten den Haast-Pass und düsten weiter in Richtung Wanaka. In
Wanaka besuchten wir dann die Puzzling World. Die Puzzling Worls ist eine
Reise wert. In verschiedenen - nennen wir es einmal Kabinetten - gibt's die
verrücktesten Situationen. Alles beruht irgendwie auf Täuschung der Sinne,
durch Verzehrung der Perspektive, schräge Fußböden und ähnlichem. So zum
Beispiel fließt Wasser scheinbar bergauf, ein Stuhl auf Rädern rollt von allen
bergan, Räume haben vollkommen verschobene Geometrie und vieles andere mehr.
Wir haben Besucher gesehen, die waren so orientierungslos geworden, dass sie wie von der
Tarantel gestochen zur nächsten Wand wankten um dort Halt zu finden. Der
Höhepunkt ist, dass man beim Besuch der Toilette in einem Vorraum scheinbar
zwischen alten Römern Platz nehmen kann. Ich konnte mich von dem Spaß kaum
losreißen. :-) Hier ein Link zur Homepage der Puzzling World: www.puzzlingworld.co.nz.
Wanaka hinter uns lassend befuhren wir dann die Crown Range Road. Man passiert
Überbleibsel der Goldgräber-Zeit und erreicht irgendwann eine stolze Höhe von 1120m.
Somit gehört diese Straße zu den höchst gelegenen Neuseelands. Irgendwann
erreichten wir unser nächstes Etappenziel - Arrotown. Es wurde um 1860 gegründet, als man das erste Mal Gold fand. Heute ist das Städtchen hübsch herausgeputzt, viele alte Häuser sind liebevoll restauriert.
Die Nachricht von Goldfunden verbreitete sich 1862 wie ein Lauffeuer, so dass die Glücksritter von nah und fern herbei eilten. Fünf Jahre später wanderten die Europäer zu den neuen Goldfeldern an der Westküste ab und überließen es den chinesischen Imigranten. 1870 waren auch die Chinesen wieder von dannen gezogen.
14. Tag Queenstown Rundfahrt (69 km)
In
Queenstown
15. Tag Queenstown - Milford Sound - Te Anau (426 km)
Davon und von vielem anderen mehr erzählen wir später - vielen Dank für
Dein Interesse bisher. Schau doch einfach in einigen Tagen wieder vorbei, sicher
ist dann auch die nächste Etappe schon beschrieben...
16. Tag Te Anau - Gore - Catlins - Dunedin 435 (km)
17. Tag Dunedin - Moeraki - Omarama (334 km)
18. Tag Omarama - Mount Cook NP - Tekapo - Christchurch
(451 km)

Unser Maskottchen "Kiwi" am Mount Cook
19. Tag Christchurch Stadtrundfahrt - Flughafen
(10 km)
Dem Leser vielen Dank für's Interesse!
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www.reisebericht-neuseeland.de.vu
erreichbar.
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