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Reisebericht Malaysia
Rundreise durch
Borneo und Westmalaysia (Festland)
Im Frühjahr 2003 unternahmen wir eine unserer schönsten Reisen - eine Rundreise durch Malaysia.
Die Tour führte uns durchs ganze Land, von Borneo bis Penang, von Malacca bis Kuala Lumpur, vom Dschungel bis in die Millionenstadt, zu Tempeln, Höhlen, Moscheen und Langhäusern - vor allem aber zur malayischen Bevölkerung. Als Verkehrsmittel erwarteten uns Flugzeuge, Kombiwagen, Taxis, Schnellboote und eine Fähre...
Hier ein Überblick über das Reiseprogramm:
Borneo
Westmalaysia
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Mein Buchtipp!
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Es waren 16 aufregende und unvergesslich schöne Tage. Dieser Reisebericht kann daher nur einige Impressionen der Rundreise wiedergeben. Das Erlebnis Borneo und Westmalaysia umfassend in Wort und Bild darzustellen, wird mir nicht gelingen. Betrachtet das Folgende einfach als Streifzug durch einige schöne und interessante Gegenden des Landes aus Gold...
Impressionen:
Borneo
Sabah
Unsere Rundreise begann auf Borneo, genauer im malayischen Bundesstaat Sabah. Wir erreichten
die Provinzhauptstadt Kota Kinabalu nach einer 17-stündigen Anreise aus
Deutschland. Die Malaysia Airlines fliegt ab Frankfurt nach Kuala Lumpur im
Direktflug, der Inlandsflug nach Kota Kinabalu brachte uns sogar noch eine
Zwischenlandung auf der Insel Labuan ein. Sabah, das "Land mit dem
traurigen Himmel", wie es chinesische Seefahrer früher nannten, ist ein
Paradies für Naturliebhaber.

Sabah State Mosque in
Kota Kinabalu
Tunku Abdul Rahman Nationalpark
FSeidis erstes Erlebnis in Sabah war eine abendliche Bootstour durch den Tunku
Abdul Rahman Nationalpark. Er besteht aus verschiedenen nahezu naturbelassenen
Inseln vor Kota
Kinabalu, unser Guide lies sich zumindest einen Besuch der Schlangeninsel zu unserer
Erleichterung erstaunlich schnell ausreden :-). Wir kurvten zwischen den
Inseln umher, besuchten eine Forschungsstation für Korallen und erlebten einen
wunderschönen Sonnenuntergang über dem Pazifik.

Chalets auf Pulau
Gaya und Sonnenuntergang über dem Pazifik
Kinabalu National Park
Ein riesiger, scheinbar unberührter Dschungel untermalt die atemberaubende
Schönheit des Kinabalu National Parks. Dieser Nationalpark bietet den jährlich
nur ca. 12.000 Touristen aus aller Welt ein unvergessliches Naturerlebnis. Wir
fuhren mit einem unermüdlich Berge und Täler bezwingenden Kombiwagen (zu
deutsch Kleinstbus) zum Mount Kinabalu und besuchten nach einer noch
harmlosen Wanderung auf dem "Silau Silau Trail" den "Canopy
Walkway", die in den
Wipfeln der Urwaldriesen schaukelnden Hängebrücken von Poring.

"Silau
Silau Trail"
durch den
tropischen Regenwald mit "Schaukel"-Brücke
Eine Propellermaschine brachte uns nach einem kurzen Zwischenstopp in Bintulu
nach Kuching - der Haupstadt Sarawaks.
Sarawak
FSeidis Residenz lag - wo sonst - am schönen Damai Beach. Von dort aus
unternahmen wir Tagesausflüge u.a. nach Kuching und an die indonesische Grenze
zu den Bidayuh-Langhäusern. Die Bidayuh sind einer der vielen eingeborenen
Stämme, die ihre Dorfgemeinschaft in diesem auf Pfählen errichteten
Langhäusern pflegen. Aber auch im Kulturdorf am Damai Beach sind traditionelle
Häuser der verschiedenen Ethnien zu besichtigen.

Bidayuh-Langhaus
unweit der indonesischen Grenze und Melanau-Familienhaus im Cultural Village
Unser Stadtbummel in Kuching glich einer Reise durch die Geschichte Sarawaks bis
ins Heute. Das Fort Margherita, die State Moschee und der Tua Pek Kong-Tempel
sind interessante Anlaufpunkte. Meine Empfehlung sind aber auf jeden Fall das Sawarak-Museum, die Rathäuser in
Form umgestülpter Federbälle und der futuristische Aussichtsturm
nahe dem chinesischen Friedhof! Auch sollte man unbedingt den Markt besuchen und
dann auf der Uferpromenade schlendern. Übrigens gelangt man für wenig Geld mit
einer Barke von der Anlegestelle der Promenade ans andere Ufer des Flusses zu
einem wunderschönen Orchideengarten.

Kuching Civic Centre - der 70
m hohe Aussichtsturm und ein Orchideengarten
In Semonggoh beobachteten wir die Fütterung halbwilder Orang Utans im Regenwald
rund um diesen Schutzpark. Die Wildhüter versuchen auch den Bestand an
Nashornvögeln, Affen und Wickelbären der Umgebung zu sichern.

Orang Utan mit
Nachwuchs
Leider mußten wir nach 7 Tagen Borneo "Lebewohl" sagen. Unsere Reise
führte uns nun per Inlandsflug nach K.L., von dort ging es auf dem Highway,
vorbei an unendlichen Öl- und Gummibaumplantagen, weiter nach Malacca.
Malayische
Halbinsel (Westmalaysia)
Malacca
Die altehrwürdige Stadt Malacca (auch Melaka) an der Straße von Malacca ist
berühmt durch seine Bedeutung in kolonialer Zeit. Die Stadt wurde bereits um
1400 gegründet, von den Portugiesen, dann von den Holländern erobert,
übernahmen sie 1824 die Engländer. Bis zur Unabhängigkeit Malaysias hatte
Malacca als Handelsplatz außerordenliche Bedeutung.

Christ Church (mit Ziegeln aus Holland erbaut) und
Proclamation of Independence Memorial Hall
FSeidi durchstreifte die Stadt vom Porta de Santiago,
über die Harmony Street mit ihren vielen Tempeln, über den Roten Platz bis zum
historischen Hafenbecken am Sungai Melaka. Eindrucksvoll war auch die Licht- und
Tonshow, die täglich 21.30 Uhr zu Füßen des Porta de Santiago in englischer
Sprache stattfindet. Dabei werden bedeutsame historische Bauwerke der Stadt
angestrahlt und Episoden aus der Geschichte Malaccas nacherzählt. Abends im
Hotelzimmer konnten wir sogar Fernsehprogramme aus
Singapur
empfangen, welches nicht mehr weit entfernt an der Südspitze der Halbinsel
liegt.
Kuala
Lumpur
Nach so viel Kultur und Natur konnte der Kontrast nicht größer sein - FSeidis
nächstes Etappenziel hieß Kuala Lumpur (kurz K.L.).
Die Hauptstadt Malaysias ist wirtschaftliches und politisches Zentrum des
Landes. Auf einer Stadtrundfahrt lernten wir einige wichtige
Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen, jedoch erst am Abend und dann am ganzen nächsten
Tag gelang es uns per Taxi und zu Fuß die wesentlichen Highlights K.L. etwas
ausführlicher zu bestaunen. Kuala Lumpur besaß mit den Petronas Twin Towers
(452 m) in 2003 die damals höchsten Gebäude der Welt, mit dem K.L.-Tower den
höchsten Fernsehturm Asiens und unweit des Sultan Abdul Samad Building den mit
100 m höchsten Fahnenmast der Welt.

Petronas Twin
Towers und Sultan Abdul Samad
Building (heute das Hohe Gericht)
Vom K.L.-Tower bot sich uns ein gigantischer Blick über die Stadt. Für Freunde
des Fotografierens empfehle ich dringend auch einen Besuch des Hauptbahnhofes,
welcher 1910 im maurischen Stil erbaut wurde. Vor Eintritt der Totalerschöpfung
besuchten wir dann noch den Zentralmarkt, die Twin Towers und das historische
Flussdreieck, an dem Kuala Lumpur als "Schlammige Flussmündung"
gegründet wurde.
Batu
Caves
Auf dem Weg nach
Kuantan machten wir einen Abstecher zu den vor ca. 100 Jahren endeckten
mächtigen Kalksteinhöhlen. Dieser Höhlenkomplex ist jedes Jahr Ziel einer Pilger-Prozession der malayischen Hindus. Die Feierlichkeiten dauern 2
Tage und es nehmen bis zu 1 Million Menschen am Thaipusam-Fest teil. Im Inneren
der Höhle sind verschiedene Schreine und Figuren zu bestaunen.

Aufgang zur Haupthöhle der Batu Caves - 272 Stufen
Da FSeidi weder
Hindu ist, noch Buße zu tun braucht, ging es nach der schweißtreibenden
Besichtigung der Caves weiter über Kuantan nach Cherating, dem nächsten
Etappenziel der Rundreise.
Kuantan
Ein kurzer
Fotostopp ermöglicht ein Erinnerungsfoto von diesem tollen Heim - dem
Sultanspalast in Kuantan.

... wie aus 1001 Nacht ...
Leider hatte
FSeidi keine Zeit, mit dem Sultan die weitere Marschrichtung
abzusprechen :-)) - unser Guide hatte sich zum Ziel gesetzt, das noch ca. 50 km
entfernte Cherating zu erreichen.
Cherating
Erholung pur
verspricht die Gegend um Cherating - endlose, fast menschenleere Sandstrände,
idyllische Hotels, was braucht man mehr.

FSeidi erholt sich von den Strapazen der Reise...
![]() |
Auch in diesem
Strandhotel gilt: DURIAN - Verzehr der Früchte im Hotel verboten! Kenner der Durian-Frucht meinen, "Es ist, als ob man Mandelpudding auf der Toilette essen würde." |
Kuala
Terengganu
Ölfunde vor der
Küste machten innerhalb weniger Jahrzehnte aus dem ruhigen Küstenort eine
betriebsame Stadt. Terengganu besitzt trotzdem noch eine ausgeprägte
malayische Kultur, was man als Touri, speziell als Frau, bei der Auswahl der
Kleidung unbedingt berücksichtigen sollte.
Wir erschlossen uns die Stadt als Wanderer zwischen Stadtpark, Mole, Markt,
Stadtzentrum und Unterkunft - insgesamt kann man sagen, dass man die Stadt zwar nicht
unbedingt gesehen haben muß - wer in der Nähe ist, sollte sich aber zumindest
die "Schwimmende Moschee des Ostens" anschauen:

Kuala Ibai Moschee
Unterwegs in Fischerdörfern...
Unsere Tour
Richtung Kota Bharu verlegten wir weit abseits der Hauptstraße um auch das
Treiben in den abgeschiedenen Fischerdörfern erleben zu können...

Kota
Bharu
Die Hauptstadt
von Kelantan, dem "Land des Lichts" ist die interessanteste Stadt an
der Ostküste und unbedingt einen Besuch wert. Zum Beispiel der Pasar Besar ist
der farbenprächtigste und größte Markt, den FSeidi in Südostasien bisher
gesehen hat. Das Warenangebot wird in 3 Geschossen eines Markthauses
feilgeboten, im Freien reihen sich weitere Stände.

Pasar Besar
Aber auch sonst
war es ein Erlebnis in der Stadt herumzustreunen. Wir unternahmen einen
ausgedehnten Einkaufsbummel und mischten uns abends unter die vielen Menschen,
die sich in der Innenstadt zum Markttreiben und Schlendern trafen.
Banding
Der Stausee Banding, gelegen
im tropischen Regenwald, wird in den meisten Reiseführern nicht erwähnt und
von Touris recht selten besucht. Um dahin zu gelangen, tuckelten wir stundenlang
auf einer Paßstraße von der Ostküste in Richtung Landesmitte bergauf und
bergab, passierten Warnschilder vor wilden Elefanten und erwehrten uns
einigermaßen erfolgreich den Angriffen der nervigen Moskitos.
![]() Banding |
![]() Ureinwohner mitten im Dschungel |
Ein großes
Naturerlebnis und einige nachdenkliche Stunden brachte uns die Bootstour auf dem
See und das "Wandern" im Dschungel ein.
Der Besuch des eingeborenen Stammes der Jahai in ihren kleinen Hütten mitten im
Dschungel ist beeindruckend aber auch schockierend zugleich. Wir lernten den
Häuptling kennen, hielten mit ihm über unseren Guide etwas Konversation und
wurden von den Kindern mehr oder weniger interessiert gemustert. Die Frauen des
Dorfes ignorierten uns vollkommen, die älteren Dorfbewohner wollten Handel
treiben. Den nächsten Besuch eines eingeborenen Stammes ohne elektrischen Strom
und all die anderen Errungenschaften unserer Zeit wird FSeidi besser vorbereiten!
Am nächsten Morgen setzten
wir unsere Fahrt über die Paßstraße fort und gelangten gegen Mittag an die
Küste des indischen Ozeans. Vom Hafen der Stadt Butterworth setzen wir per
Fähre auf die Insel Penang über.
Georgetown
/ Penang
Touristen, überall
Touristen, das war FSeidis erster Eindruck von Penang. Die Insel mit ihrer
Inselhauptstadt Georgetown ist Anziehungspunkt für Touris aus aller Welt!
Hauptsächlich Australier beherrschten Hotels, Strände und Gaststätten. Unser
bisheriger Reiseverlauf brachte uns kaum mit anderen Touristen zusammen, wir
waren zumeist allein unterwegs.
Unverdrossen nahmen wir wieder unseren Streifzug durch die Gegend auf,
erforschten zu Fuß und mit dem Taxi Georgetown, vor allem das Fort Cornwallis
mit dessen Uhrturm. Höhepunkt unseres Besuches auf Penang war aber ohne Zweifel
unsere ausführliche Besichtigung des Kek Lok Si - Tempels.

Kek Lok Si-Tempel
Diese Tempelanlage auf
Penang gilt als
der schönste und größte buddhistische Tempelkomplex Südostasiens. Schon 1890
wurde mit dem Bau des ersten Gebäudekomplexes begonnen und bis heute wird der
Tempel ständig erweitert. Schon allein die 5000 Buddhas und die Statue der Kuan
Yin überwältigen jeden Besucher. Das Herzstück des Tempels ist eine 50m hohe,
achteckige Pagode (rechts auf dem Foto), die FSeidi sogar bestiegen hat...
Leider endet hier unser Reisebericht aus Malaysia, denn nach 16 Tagen
Aufenthalt ging auch dieser Südostasien-Urlaub zu Ende.
Malaysia stellt sich im Internet vor:
http://www.tourismmalaysia.de
Das aktuelle Malaysia-Wetter:
Dem Leser vielen Dank für's Interesse!
Diese Seite ist auch erreichbar über www.reisebericht-malaysia.de.vu
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| ©2010 Frank Seidel |