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Reisebericht London
Frank's Reisen nach London von 1997 bis 2000
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FSeidi hatte das Glück, nun schon mehrfach Besucher
Großbritanniens gewesen sein zu können - mittlerweile schon 3 Reisen
davon führten nach London.
England -London-
Bisher führte mich das
Reisefieber bereits 3 x nach London. Ich verbrachte in dieser größten Stadt
Europas zusammengenommen etwa 4 Wochen und bin von der britischen Eigentümlichkeit
und multikulturellen Vielfalt noch immer tief beeindruckt.
So recht weiß ich auch nicht, wie ich den Bericht zu London beginnen und
aufbauen soll - also beginne ich zu Hause in Deutschland beim Frühstück am
Morgen der ersten Reise...
Der Wecker klingelt, Aufstehen, Waschen, Frühstück und - ausnahmsweise
Frühstücksfernsehen einschalten - das hatte ich mir vorgenommen. Wie wird das
Wetter in London sein, gibt es Verspätungen bei der British Airways,...
Doch was geschieht? Nahezu alle Fernsehsender kennen nur ein Thema, ständig
Liveberichte aus London und Paris - Prinzessin Diana, die Princess of Hearts
der Briten war in der Nacht in Paris bei einem Verkehrsunfall tödlich
verunglückt. Schlimm und offensichtlich bis heute ungeklärt! Doch ich begann
zu ahnen, was mich in London erwarten würde...
Ich landete in London Heathrow und damit auf einem der größten Flughäfen der
Welt. Allein, mit einigermaßen tauglichem Schulenglisch ausgestattet, begann
ich meine Suche nach dem mich angeblich am Ausgang des Transitraumes erwartenden
Taxifahrer. Es gab erstaunlich viele Taxis und deren Fahrer in Heathrow, jedoch
war mein "Taxi-Driver" jedenfalls nicht darunter :-). Kurz und gut,
ich entschied nach einiger Wartezeit mutig, mich an die Information des
Flughafens zu wenden, damit man den Fahrer ausriefe. Aber nein, nicht der Fahrer
wurde ausgerufen, sondern ich - eigentlich auch logisch -. Mit etwas Stolz über
meine tolle Leistung erwartete und begrüßte ich auch bald einen - meinen -
bestellten Fahrer, der allein den Weg zu meiner Gastfamilie kannte. Nun konnte
also das Abenteuer London endlich beginnen.
Als Schüler einer Sprachschule für "Business English" verbrachte ich zwei sehr aufregende Wochen in der einstmals
mächtigsten Stadt der Welt - in London.
Gewohnt habe
ich bei einer netten Familie im Nord-Osten Londons. Von dort ging
es täglich mit der Tube (Londoner U-Bahn) in die City, zur
Schule, zum Einkauf und zum Bummeln. Ich besuchte viele
Sehenswürdigkeiten, wie Tower etc., stürzte mich aber auch ins
Getümmel der Londoner Parks und Einkaufstraßen.

Dabei war ich
aber auch, als der Trauerzug für Diana durch die Straßen zog,
und mußte mit ansehen, wie unglücklich viele Menschen Abschied
von Ihrer Princess nahmen. Auch ich stand im Spalier als Prinz Charles und die
Söhne der Princess, Dianas letzten Weg begleiteten. Riesige Berge von Blumen,
Chaos auf den Straßen, gesperrte U-Bahn-Stationen und Unmengen von
Sonderausgaben der Tageszeitungen waren das Ergebnis einer beispiellosen
Massentrauer. Man mußte sich bemühen, nicht in den Gedanken zu verfallen, dass
hier eine gigantische Hysterie ausgebrochen sei, - nein - die Trauer
war echt, die Briten und mit ihnen viele Menschen auf der ganzen Welt liebten
Diana und waren vom Tod der Princess entsetzt und tief erschüttert.
Das aus meiner Sicht geniale Organisationstalent der Briten verhinderte aber,
dass trotz des Menschenansturmes aus dem ganzen Land der innerstädtische Verkehr
zum Erliegen kam. Die Busse und U-Bahnen, die fast uneingeschränkt verkehrten,
ermöglichten mir, stets pünktlich meine Schule zu besuchen,
Sehenswürdigkeiten zu erreichen und so trotzdem noch vieles vom lebensfrohen
Flair dieser Großstadt kennenzulernen.
Zwei weitere Male nach London gereist,
verbrachte ich nun als Tourist viele schöne Urlaubstage in London. Meine Reisebegleiter waren gute Freunde, so
konnten wir die Sehenswürdigkeiten und diesmal auch die nähere
Umgebung Londons unbeschwert erleben. Davon möchte ich nun etwas
berichten. Es geht kreuz und quer durch die Stadt, nur einige
Sehenswürdigkeiten sind beschrieben, aber das erscheint mir
gleichgültig - London ist überall interessant, an vielen Orten meint man nun den
schönsten Platz der City gefunden zu haben, jedoch am nächsten Tag überrascht von
neuen Eindrücken erkennt man, London ist unerschöpflich und immer wieder eine
Reise wert...
So wird FSeidi also
im Folgenden keinen chronologischen Reisebericht zu London anbieten, sondern
verschiedene wichtige Sehenswürdigkeiten zum Besuch vorschlagen und mitunter
einige Hintergrundinformationen geben. Bastele dir deine London-Reise doch
selbst zusammen...
Eine "kleine
Stadtwanderung":

Blick vom Monument Richtung Tower Bridge und HMS Belfast
Tower Hill
Der erste "touristische" Ausflug (ohne mitzuschleppende Koffer) führte uns zur Station
Tower Hill, um eben diesen als erstes zumindest äußerlich zu besichtigen. Diese ehemalige Hinrichtungsstätte unweit des Tower bot uns auch
den
ersten Blick auf die Themse. Eine Sehenswürdigkeit sind die hier auf Fahrgäste
wartenden, alt gestylten Taxis - nagelneue darunter. Auch sie prägen
das eigentümliche Straßenbild Londons.
Unter Tower Hill sind heute mehrere Fast Food-Ketten angesiedelt, wie Mc
Donald's oder KFC, wo statt Hamburger-Fleisch eben Geflügelschnitzel die Brötchen verzieren.
Hinter dem Tower Hill befindet sich Trinity Square Garden mit einem gewaltigem Denkmal
"The Tower Hill Memorial of the Battle of the Atlantic"
Tower of London
Der Tower von London, die alte Zitadelle und das ehemalige Staatsgefängnis.
Wohl bereits in der Römerzeit befand sich hier eine Festung. Der jetzige Tower ist auf Wilhelm
dem Eroberer zurückzuführen, welcher nach der Schlacht bei Hastings
diese Trutzburg bauen lies. Die erste 1078 erstellte Burg ist der heutige White Tower. Die Festung wurde immer wieder
vergrößert und konnte trotz zahlreicher Belagerungen
angeblich nie genommen werden.
Die gesamte Nordseite des Innenhofes nehmen die Waterloo Barracks ein, 1845 für die königl. Füsiliere erbaut und bis 1962 von diesen
bewohnt, beherbergen sie heute eine Sammlung von Waffen und Rüstungen sowie die Oriental Gallery,
vor allem aber die Kronjuwelen. Nach einem Schlängelgang zwischen verschiedenen
Absperrungen und Geländern
gelangt man in die Räume mit den berühmten Kronjuwelen.
Das zur Themse hin liegende Traitor's Gate (Verrätertor) steht auch
zur Besichtigung. Die Themse war Hauptverbindungsweg zwischen dem königl. Palast in Westminster (Verurteilung) und dem königl. Gefängnis.
Die Raben des Tower haben traditionell eine große Verantwortung für das gesamte Empire. Eine Legende besagt, dass es zugrunde
gehen werde, wenn sie jemals den Tower verlassen. Eine besondere Pflege der
Raben und die gestutzten Flügel der Tiere haben sicher bisher schlimmeres vom
Empire abgewendet. ;-)))
Die Yeoman Warders (sage ja nicht Beefeaters ;-)) sind ca. 40 ehemalige Armeeangehörige, welche den Tower bewachen und heute noch die traditionelle Uniform
tragen. Sie sind überall im Tower anzutreffen und werden unablässig von
Touristen fotografiert.
Tower Bridge
Unweit des Tower befindet sich die Tower Bridge. Sie wurde 1894 von Sir John Wolfe Barry erbaut. In den Türmen befindet sich ein Mechanismus, der das Hochdrehen der beiden Klappen ( je 1000 t ) innerhalb von 90 Sekunden ermöglicht.
In 43 m Höhe führt ein "Catwalk" über die hochgezogene Tower Bridge. Flussabwärts
bietet sich ein Blick auf Docklands und Themse, die andere Richtung weist zur
London Bridge.
Die Tower Bridge ist heute ihr eigenes Museum. In beiden Türmen wird in der "Tower Bridge Experience" auf sehr lebendige und anschauliche Weise ihre Geschichte dokumentiert.
Nach dem Überqueren der Tower Bridge wende man sich nach rechts, man erreicht
nach einem kurzen Spaziergang an der Themse den
Hay's Wharf
Aus dem leerstehenden Hay's Wharf entstand unter einer riesigen Glaskuppel eine moderne
Einkaufspassage. Durch dieses ehemalige Dock sollte man ruhig einmal schlendern.
Londoner Verliese
Die Londoner Verliese (etwas
weiter von der Themse entfernt) versuchen dem Besucher die blutige und grausame Geschichte
Großbritanniens vom Mittelalter bis zum 17. Jh. zu vermitteln, sowie blutrünstig und detailversessen über das angeblich so finstere Mittelalter zu berichten. Am Eingang wird ernsthaft darauf hingewiesen, dass dies nichts für Leute mit Herzschrittmachern, Herzfehlern oder Beklemmung
sei. So werden z.B. nette Foltermethoden beschrieben (und auch gezeigt :-)), dem zum Verenden
Bestimmten werden die eigenen Eingeweide bei lebendigem Leib geröstet....
Mit einer Bootsfahrt geht es nach dem Todesurteil für Belangloses zur Erschiessung.
:-)
HMS "Belfast"
Unmittelbar am Ufer liegt nun das Kriegsschiff HMS "Belfast" zur
Besichtigung bereit. Die Belfast spielte eine wichtige Rolle beim Schutz der Geleitzüge in die
Sowjetunion, bei der Seeschlacht am Nordkap im Dez. 1943, welche mit der Versenkung des Schlachtschiffs "Scharnhorst" endete und am D-Day im Juni 1944.
Die Belfast wurde als Flaggschiff und somit mit einer Admiralsbrücke gebaut.
Im Schiff ist u.a. ein Schiffslazarett mit Zahnarzt nachgestellt. Beim Zahnarzt hörte man Bohrgeräusche sowie das Stöhnen des "Gequälten" und in der Luft lag der Geruch von Desinfektionsmittel.
;-)
London Bridge
Hat man die HMS Belfast wieder
verlassen, sind es nur noch wenige Meter und einige Stufen bis zur London
Bridge. Die Brücke - an sich nichts besonderes - bietet einen großartigen
Blick auf die Tower Bridge. Bedeutender ist (war) eigentlich ein Vorfahr der
Brücke. Die älteste Brücke an dieser Stelle stammte aus der Römerzeit. Zu früheren Zeiten zierten die Köpfe von Hingerichteten die Südseite
- gruselig :-(...
Die heutige Brücke (1973) ist die breiteste Straßenbrücke von London. Man
trifft die "uniformierte" Gesellschaft der Bankenmetropole, denn viele Menschen
hier tragen dunkle Anzüge bzw. Kostüme und modernste Schuhe :-)- Nach dem
Überqueren der Brücke gelangt man sich rechts haltend zum
Monument
Zur Erinnerung an das große Feuer von 1666 wurde zwischen 1671 - 1677 diese Säule errichtet, einfach Monument genannt. Als ihr Schöpfer gilt Sir Christopher Wren. Das
"Große Feuer" wütete 3 Tage und legte einen grossen Teil der Stadt in Schutt und Asche.Wer die 311 Stufen des Monuments in beide Richtungen bewältigt erhält ein Zertifikat.
Die Säule stand einst frei am City-Brückenkopf der alten London Bridge, wird aber heute zwischen sie umgebenden modernen Gebäuden recht eingeklemmt.
Spätestens am Monument sollte man sich in Richtung Tube (U-Bahn) bewegen, um
weitere Ziele etwas schneller anzusteuern, London kann man natürlich nicht
komplett erlaufen. Also fahren wir mit der Tube in Richtung Piccadilly Circus
um von hier aus - wegen der Abwechslung - mit dem Doppeldecker-Bus weiter zu
fahren.
Piccadilly Circus
Angekommen am Piccadilly Circus. Das Shaftesbury-Denkmal, bekannt als "Eros-Brunnen"
mitten auf dem Platz (obwohl die Figur aber den Engel der Nächstenliebe darstellen
soll :-)) und die riesige Leuchtreklame sind in jedem Reiseführer zu finden.

Trocadero
Dieser Platz stellt für die Londoner und ihre Gäste das moderne, aufregende Leben und
vielleicht den Angelpunkt der Welt dar, hier treffen sich 4 Hauptstraßen und 3 U-Bahn-Linien.
Abends und nachts ist es kaum leiser. Am Platz Piccadilly Circus liegt auch das Trocadero Centre, ein großes Geschäftszentrum mit Lokalen, Theater, Kino, Laser - und Video-Attraktionen.
Madame Tussaud's Rock Circus ist auch hier zu finden, Madonna begrüßt die
Gäste am Eingang. Der Rundgang vorbei an den Größen der Rock- und Pop-Musik
erfolgt auf Wunsch mit Stereo-Kopfhörern, und es wird jeweils die Musik der
Interpreten eingespielt.
Virtuelle
Stadtrundfahrt mit Bus und Tube:
"Hopp on / Hopp off" durch
London
Direkt am Rande des Platzes starten die Touren der Doppeldecker-Stadtrundfahrten.
Wir kaufen eine Fahrkarte (gültig für 24 Std. Hopp on / Hopp off) des Unternehmens LONDON PRIDE.
Wir nehmen oben Platz, stülpen die Kopfhörer auf und lassen uns begeistern von
der langersehnten Stadtrundfahrt durch London.
Florence Nightingale
Denkmal
Eines der vielen Denkmäler innerhalb von London die vorübergleiten ist das Florence Nightingale
Denkmal. Englands berühmteste Krankenschwester, die "Lady with the Lamp" betreute während des Krimkrieges
Verwundete. Sie setzte sich später für wichtige Reformen im Krankenhauswesen ein und starb mit 90 Jahren.
Houses of Parliament
Bei der Fahrt über die Lambeth Bridge eröffnet sich ein Blick auf Houses of Parliament mit Big Ben, Jewel Tower und Victoria Tower.
Diese Gegend ist das Herz der britischen Demokratie.

Big Ben
Big Ben ist mit eines der wohl weltberühmten Wahrzeichen Londons.
Eigentlich ist "Big Ben" der Name der 13 t schweren Glocke, jedoch wurde diese Bezeichnung auf den ganzen 1858/1859 errichteten 97,5 m hohen Turm
übertragen. Über 330 Stufen führen zur Glocke und ihr toller Klang dient dem
britischen Rundfunk seit Neujahr 1923 als Erkennungszeichen.
Westminster Abbey
Westminster Abbey , offiziell The Collegiate Church of St. Peter in Westminster und als solche direkt der englischen Krone
unterstellt, ist 156 m lang. Die beiden Türme der Abbey sind 68 m hoch und mit einer Höhe von 34 m besitzt sie das höchste gotische Kirchenschiff in England.
Fotografieren ist leider untersagt. Seit Wilhelm der Eroberer im Jahr 1066 als erster englischer König in der alten Abtei gekrönt wurde, werden hier alle engl. Könige
gekrönt und zumeist auch zu Grabe getragen. Der Stuhl, auf dem Elisabeth II. am 2. Juni 1952 ihren Krönungseid leistete, stammt aus dem Jahr 1297.
Horse Guards /
Whitehall / Cabinet War Rooms
Der Wachwechsel der Horse Guards ist empfehlenswert, fotografieren erlaubt und
die Soldaten der Garde sind schmuck gekleidet. Die Horse Guards, rotberockte Reiter der Household Cavalry mit blankgeputztem Silberhelm, stumm und hoch zu
Ross, scheinen ihren Dienst äußerst ernst zu nehmen. Das Gebäude in der Whitehall stammt aus dem Jahr 1755.
Unweit befindet sich auch der Eingang zu den 19 Bunkerräumen der Cabinet War Rooms. Hier lenkte das britische Kriegskabinett zusammen mit den Stabschefs die brit. Aktionen im II. Weltkrieg. Die
Räume sind zu besichtigen, original erhalten und 5,5 m unter dem Ministry of Defence in Whitehall
verborgen.
Trafalgar Square
Der Trafalgar Squarez erinnert an den Sieg Admiral Nelsons über die französisch-spanische Flotte vor dem spanischem Kap Trafalgar
im Jahre 1805. Mittelpunkt des Platzes ist die Nelson Säule.
Nelson Säule
Auf der Spitze der Säule steht das über 5 m hohe Standbild von Admiral Nelson.
Trafalgar Square mit National Gallery und St. Martin in the Fields, die
Springbrunnen sowie die vier kolossalen Löwen
allein könnten schon einen ganzen Tag interessante Besichtigung bieten. Die vier aus französischen Kanonen gegossenen Bronzereliefs schildern Szenen aus den vier
großen Siegen des Admirals.
Tipp: Ein kurzer Abstecher in die National Gallery, in welcher der Eintritt frei, Fotografieren aber untersagt ist. Diese Galerie wurde 1824 ins Leben gerufen und
umfaßt eine der wertvollsten und umfangreichsten Gemäldesammlungen der Welt.
Ansonsten herrschte bei unseren Besuchen stets eine Taubeninvasion auf dem Trafalgar Square.
Admiralty Arch /
Mall
Der dreibogige Admiralty Arch von 1910 markiert den Beginn der Mall, Londons heutiger repräsentativen
Prachtstraße. Den mittleren Bogen darf übrigens nur die Queen durchfahren. The Mall verbindet Trafalgar Square mit dem Buckingham
Palace und läßt sich problemlos in voller Länge entlang wandern.
Buckingham Palace
Buckingham Palace ist die Residenz der königl. Familie. Weht die königl. Standarte,
so ist sogar die Familie zu Hause. Auf dem Rondell vor dem Palast steht ein Königin Victoria gewidmetes Denkmal.
Changing the Guard - normalerweise sollte um 11.30 Uhr das farbenprächtige Zeremoniell der Wachablösung stattfinden, welches jedoch aufgrund Regens im kleinen Kreis vollzogen wurde.
Vielleicht klappt's beim nächsten London-Besuch.
Der Palast wird von fünf Regimentern der königlichen Garde bewacht und ist in Teilen gegen ein Eintrittsgeld zu
besichtigen.
Downing Street No.
10
Hinter einem massiven Gittertor, bewacht von Bobbies, beginnt
eine unscheinbare Sackgasse - die Downing Street.
Seit 1735 ist Nr. 10 die offizielle Residenz des jeweiligen britischen Ministerpräsidenten, Nr. 11 ist Amtssitz des Schatzkanzlers.
Zwei Soldaten zu Pferd und einer zu Fuß hielten bei unserem Besuch Wache.
St.Pauls Cathedral
An dem Ort der St. Pauls Cathedral stand früher ein römischer Tempel und im 7. Jh. eine Kirche. Die im 12./13. Jh. errichtete Old St. Pauls Cathedral war zu ihrer Zeit eine der reichsten Kirchen der Welt. Die heutige Kirche wurde
um 1700 errichtet. Die riesige Kuppel der Kathetrale ist mit ihren ca. 111 m
Höhe zweitgrösste Kuppel der Welt. Nur der Petersdom in Rom erreicht
eine noch größere Höhe
Oxford Street,
Die Oxford Street ist ca. 2,5 km lang und eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der
Stadt. Hier gibt es Souvenierläden, Kaufhäuser, Imbissstände und viele
Menschen. Ein Besuch dieser Straße macht riesigen Spaß, schon weil das Flair
des modernen, geschäftigen London ganz intensiv spürbar ist.
Harrods in Knightsbridge
Das weltbekannte Kaufhaus "Harrods" im Stadtteil Knightsbridge ist auf jeden
Fall einen Besuch wert, sei es wirklich zum Einkaufen, zum Staunen oder nur um
im zugehörigen Pub ein gemütliches Bier zu genießen. Die Auswahl an z. B. Weihnachtsartikeln mitten im September ist einfach überwältigend - die Preise sind es übrigens auch. Aus dem kleinen von Charles Henry Harrod 1849 gegründeten Kaufhaus ist eine
Einrichtung mit 54000 m² Verkaufsfläche und mehreren tausend Angestellten
geworden.
Guinness
Ein gutes Guinness im Pub "Duke of York Est. 1821" krönte unseren
London-Aufenthalt kulinarisch. :-)
"Starlight
Express"
Das Apollo Victoria Theater in der Wilton Road spielt schon seit vielen Jahren den "Starlight Express", obwohl
in Englisch - ein Erlebnis !
Ganze Ströme von Reisenden drängten durch die Eingangstüren und wurden vom Wachpersonal auch eingelassen, sofern sie einige Bedingungen
erfüllten: keine kurzen Hosen, keine zu freizügige Oberbekleidung, keine umgehängten Rucksäcke und ja nicht Fotografieren!
Madame Tussaud's
Das weltbekannte Wachsfigurenkabinett gehört zu jedem London-Aufenthalt! Seit 1835
zeigt das Kabinett alle möglichen und unmöglichen bekannten Personen in
Lebensgröße. Viele bekannte Menschen sind in Themenbereichen
nachgebildet.
Zum Beispiel harren folgende Personen friedlich gemeinsam in dem Gebäude aus: Napoleon I. Bonaparte,
der Duke of Wellington, ein Teil der amerikanischen Präsidentengarde, deutsche
Bundeskanzler, Lenin, Autorennfahrer, diverse Künstler und viele weitere mehr.
In anderen Bereichen befinden sich dann ein Gruselkabinett (sehr gut gemacht!)
und die Möglichkeit, im Wagen durch die Geschichte Londons zu fahren. An das Wachsfigurenkabinett angeschlossen ist das London Planetarium, in dem eine dreidimensionale Reise ins All startet.
Dafür muß zwar extra Eintritt bezahlt werden, aber es lohnt sich auf jeden
Fall.
221 b Baker Street
FSeidi war dort! Wie bekannt, ist "221 b Baker Street" die Adresse von Sherlock
Holmes, dem berühmten Detektiv. Interessanterweise liegt diese Hausnummer aber zwischen
Nummer 237 und 239. :-)
Petticoat Lane Market
Der Petticoat Lane Market auf der Middlesex Street ist Londons berühmtester
Straßenmarkt. Wir erlebten den halben Vormittag, den wir zum Kennenlernen des
Marktes nutzten voller Gedränge und Lärm.
Handeln ist möglich, kaufen kann man fast alles, was man so gebrauchen kann.
Gemälde, Armbanduhren, Winterjacken, Spielzeug,...
Hyde Park mit Speakers
Corner
In der Nordostecke des Hyde Parks liegend, ist Speakers Corner seit 1872 eine typische Einrichtung der Demokratie. Man kann sich nach Lust und Laune über jedes beliebige Thema auslassen, ohne Repressalien befürchten zu müssen.
Oder man wandert durch den Hyde Park, erholt sich in der Sonne, spielt Ball,
trinkt einen Kaffee - ganz nach Belieben...
Kensington
Palace
Am Ostende des Kensington Gardens, welcher durch Caroline von Ansbach angelegt
wurde, liegt Kensington Palace. Der Palast war in früheren Jahrhunderten die Privatresidenz der
englischen Herrscher. Auch heute noch dient er Angehörigen der königlichen Familie und
des Hochadels als Residenz. Bei meinem ersten Besuch des Palastes im Jahre 1997
war der Platz zu Ehren von Diana übrigens mit Blumen übersät.
Imperial War Museum
Das Imperial War Museum befasst sich mit Großbritaniens Kriegen im 20. Jh.. In
Lambeth zu finden zeigt es außerordentlich bedeutende Zeugnisse der
Kriegsgeschichte. Eine deutsche "V 2", die "Little Boy"- Atombombe, welche 1945 auf Hiroshima und Nagasaki fiel,
Marshal Montgomerys Kommandopanzer aus der Schlacht von El Alamein und vieles
mehr. Nachgebaut ist auch ein Schützengraben des 1. Weltkrieges. Sehr bedrückend ist eine kleine Abteilung, welche sich mit der Befreiung von Bergen Belsen durch britische Truppen befasst. Da dieses Museum als das Kriegsmuseum des 20. Jh. schlechthin gilt, findet man hier auch Zeugnisse des Falklandkrieges (1992) und des Golfkrieges (1991).
Royal Air Force Museums
Ein
Besuch des Royal Air Force Museums in Hendon ist für Technik-Freaks ein
Erlebnis. In drei Hallen sind hier über 70 englische, amerikanische, deutsche und
italienische Militärflugzeuge ausgestellt. Die Exponate führen den Besucher
praktisch vom Doppeldecker bis zur Phantom FGR 2 von 1992.
Flughafen London Heathrow
Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Aussichtsplattform des Flughafens Heathrow.
Er liegt 24 km westlich der Stadt, ist einer der geschäftigsten Flughäfen der
Welt und mit der Tube zu erreichen. Wenn eine Maschine gelandet ist, sieht man 4 - 5 weitere am Himmel, wie an einer Perlenschnur herab schweben. Hier erlebten wir
sogar den Start einer Concorde Richtung Amerika!
Hier endet
FSeidi's virtuelle Stadtrundfahrt durch London, vollkommen unvollständig und
oberflächlich, hoffentlich jedoch bunt gemischt. Kultur, Geschichte,britischer Humor,
Moderne und Weltoffenheit liegen in London eng beieinander.
Bootsausflug auf der Themse nach Greenwich
Eine Tour nach Greewich kann man auf verschiedene Art und Weise machen. Wir
entschieden uns für eine Bootsfahrt auf der Themse. Es geht unter Tower Bridge
hindurch weiter in Richtung Docklands. Wegen dieses kleinen Ausflugsbootes braucht die Brücke jedoch nicht nach oben bewegt werden.
Diese Fahrt bot uns einen Blick auf das größte Sanierungsgebiet Londons. Die Dockanlagen waren bis in die sechziger Jahre das Herz
Großbritanniens, wurden aber zwischen 1967-1981 stillgelegt.
Moderne Wohnanlagen entstehen nun in den alten Docks.
Bevor man Greenwich Park und das Old Royal Observatory erreicht, spaziert man
nach dem Verlassen des Bootes vorbei an der Cutty Sark - dem letzten großen Segelschiff, das dem Teetransport diente. Sie liegt seit 1954 im Trockendock.
Weltberühmt ist Greenwich durch sein Observatorium, denn nach der Uhr und dem hier festgelegten Null-Meridian richtete sich
lange Zeit die Weltschiffahrt.
Hier lässt sich eine genaue Längenbestimmung vornehmen : 00° 00' 00'', im
Observatorium sind allerlei historische Instrumente zur Positionsbestimmung und
Uhren ausgestellt.
Vom Park um das Observatorium bietet sich ein toller Blick auf National Maritime Museum,
Queen's House, Royal Naval College und den Canary Wharf Tower.
Windsor Castle
Mit diesem Zug ging es von London / Paddington über Slough nach Windsor.

Windsor
castle
Windsor Castle ist die größte noch bewohnte Burg der Welt. Sie wurde um 1078 von Wilhelm dem Eroberer in Auftrag gegeben.
Seit 900 Jahren ist Windsor die Sommerresidenz der königlichen Familie. Weilt die Königin in Windsor, weht am Round Tower die
königliche Flagge, ihre Ruhe wird aber sicher getrübt durch die pausenlos im Tiefflug über das Schloss hinwegdonnernden Flugzeuge, die in Heathrow starten.
Zu sehen sind diverse Ausstellungen, der Viereckhof mit Yorkturm, das Tor König Georgs IV.,
der Lancasterturm, der unterer Schlosshof mit St. Georgs Kapelle und Albert-Gedächtnis-Kapelle sowie der Runde Turm,
der Turm König Heinrich III. und der Maria-Tudor-Turm.
Dem Leser vielen Dank fürs Interesse!
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| ©2010 Frank Seidel |