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Thailand - Kanchanaburi und die Brücke am Kwai
Die
Brücke ist Teil einer Bahnstrecke von Thailand nach Burma. Im
Jahre 1942 entschieden die Japaner, dass diese Eisenbahnstrecke
aus Gründen des Transportes von kriegswichtigem Material zu
errichten ist. Für den Bau der Bahnstrecke mitten durch den
Dschungel mussten 61.000 alliierte Kriegsgefangene und dazu etwa
270.000 Gefangene aus ganz Asien schuften.
JEATH Museum

Im JEATH Museum wird
diesen Menschen ein Andenken bewahrt. Das Museum ist ein
originalgetreuer Nachbau einer aus Bambusholz gefertigten
Unterkunftsbaracke für die damaligen Gefangenen.
Das Wort JEATH ist eine Abkürzung, bestehend aus den
Anfangsbuchstaben der im 2. Weltkrieg in diesem Gebiet
verwickelten Länder: Japan als Besatzungsmacht, England,
Australien, Amerika und Holland als Heimatländer der Gefangenen.
Im Museum werden die Lebensumstände dargestellt sowie
Fundgegenstände und Fotos aus dem Lager aufbewahrt. 6982 Opfer
wurden auf zwei Friedhöfen der Alliierten in der Nähe von
Kanchanaburi begraben. Die meisten waren um die 20 Jahre alt.
Die Eisenbahnstrecke wird deshalb "Todeseisenbahn"
genannt.
Die Brücke am Kwai

Ursprünglich existierte eine hölzerne, behelfsmäßige Brücke über den Kwai etwa 100 m flußabwärts.
Dann wurde, angeblich aus Teilen einer auf Java abgebauten und nach Thailand verschifften Brücke, die eigentliche Brücke am Kwai errichtet. Tausende von alliierten Kriegsgefangenen waren an dem Bau beteiligt. Die Brücke war Bestandteil der wichtigen Eisenbahnstrecke des japanischen Militärs von Thailand nach Burma. Diese wurde nötig, da die Alliierten die Seewege kontrollierten. Der Bau wurde in weniger als zwei Jahren unter schrecklichsten Bedingungen vollendet, obwohl japanische Ingenieure eine längere Bauzeit veranschlagt hatten. Von den Gefangenen errichtet, wurde die stabile Brücke 1945 Opfer alliierter Bomben - die mittleren Bogensegmente wurden zerstört. Später wurde das heutige (nicht gewölbte) Mittelstück eingebaut.
Die Eisenbahnstrecke aber endet, teilweise demontiert und vom Dschungel zurückerobert, nahe der burmesischen Grenze. Eigentlich schade, eine Fahrt auf dieser Strecke bis nach Burma wäre sicher ein touristisches Highlight.

Die gesamte Brücke aus Richtung Burma. Der Weg dahin war ein Balanceakt!
Todeseisenbahn

Zweimal am Tag verkehrt der Zug Richtung Nam Tok (2001
natürlich mit "moderner Technik").

Holpernd und wackelnd
donnert der Zug über die Gleise. Die Fahrt nach Nam Tok führt
über eine ca. 2 km lange Holzbrücke, die sich abenteuerlich eng
an die Felsen schmiegt. Die Fahrt über die
Bambusholzkonstruktionen ist nichts für schwache Gemüter! Zum
Bau der Brücke mussten sogar Felsüberhänge mit Spitzhacken
abgeschlagen werden! Diese Brücke ist noch weitgehend im
Originalzustand und zählt sicher zu den größten Leistungen der
Gefangenen.

Tropischer Regenwald -
Blick von unserer Unterkunft auf den River Kwai
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| ©2010 Frank Seidel |