Ägypten Rundreisen



Ägypten     
Reisebericht Ägypten mit Sinai
              
Rundreise im Lande der Pharaonen


Gemeinsam mit Freunden besuchte ich das wohl bekannteste Land am Nil - die Arabische Republik Ägypten.

Übrigens sieht mein Vorname in Hieroglyphenschrift so aus... Hieroglyphen

Die Ägypter verstehen sich als Bewohner des "Motherland of civilisation". Mancherorts, z. B. auf Sinai oder in den endlosen Wüsten abseits des Nil, fühlt man sich wirklich um viele hundert Jahre zurückversetzt. Die Großstädte aber, wie Kairo (zum Zeitpunkt unseres Besuches ca. 16.000.000 Einwohner) oder Alexandria vermitteln durchaus das Lebensgefühl moderner orientalischer Metropolen.

Unsere Rundreise führte uns quer durchs ganze Land, zu Tempeln, Pyramiden, Oasen, den Nil entlang und vor allem zur ägyptischen Bevölkerung. Als Verkehrsmittel erwarteten uns Flugzeuge, Jeeps, Nilschiffe, klimatisierte Reisebusse, Pferdekutschen, kleine Motorboote und ... natürlich Kamele!

Hier ein Überblick über das Reiseprogramm der Rundreise:

Es waren 14 aufregende und unvergesslich schöne Tage, ich kann in den folgenden Impressionen nur einige wenige Erlebnisse der Reise wiedergeben.

Sinai-Halbinsel
Unsere Reise begann auf der Halbinsel Sinai, also im asiatischen Teil Ägyptens. Angereist aus Deutschland landeten wir auf dem Flughafen von Sharm el-Sheik. Nachdem wir den Kampf um unsere Koffer ohne größere Summen an Bakschisch für uns entschieden hatten, konnte die Rundreise beginnen. 

Uns empfing ein karger, trockener, aber dennoch sehr reizvoller Sinai. Die Halbinsel ist geprägt von Steppe, Wüste und dem Sinai-Gebirge. Die Unterkünfte auf der Insel waren zufriedenstellend, die Landschaft (Meer und Berge) genial schön. Eines der ersten Highlights der Reise war sicherlich die wagemutige Fahrt im Geländewagen zum Coloured Canyon und dessen teilweise "akrobatische" Durchquerung. 

    Coloured Canyon   Bäumlein
   
Felswand des Coloured Canyon und ein Bäumlein, welches laut unserem Guide bereits 4000 Jährchen alt sein soll  :-)

Diese bunte Felsschlucht allein ist schon den Besuch Sinais wert. Wir kletterten steile, steinige Abhänge hinunter, zwängten uns durch enge Felsspalte und bestaunten farbenfrohe, wild geformte Felsformationen. Unsere Jeeps warteten am anderen Ende der Schlucht. Nach einem Besuch bei Beduinen ging es zurück zum Quartier.

Auch die abenteuerliche Besteigung des Berg Moses mit Taschenlampen, um vom Gipfel den Sonnenaufgang zu beobachten, ist ein unvergessliches Erlebnis. Ausgangspunkt der Besteigung ist das ebenso sehenswerte Katharinenkloster. Lange vor Sonnenaufgang setzt sich die Touristen- und Pilgerkarawane in Bewegung. Die ersten paar hundert Meter begleiten noch Kamele die Gipfelerstürmung, dann aber wird es richtig interessant. Der Aufstieg wird steiler und steiler, der Weg schlechter und schlechter... In der Dunkelheit erscheint die Gebirgswelt gespenstisch, die Strahlen einiger Taschenlampen tun dabei das Übrige. Schnaufend erreichten wir irgendwann eine Hütte nahe dem biblisch bedeutsamen Gipfel. Hier gab es heißen Tee für die morgendlichen Wanderer. Etwas aufgewärmt und gestärkt legten wir noch die letzten Meter zurück und erwarteten nun voller Vorfreude den Sonnenaufgang auf dem Mosesberg.

    Sinai-Gebirge
   
Sinai-Gebirge

Leicht eingetrübt, aber trotzdem atemberaubend schön, präsentierte sich das Sinai-Massiv der aufgehenden Sonne. Es hatte sich gelohnt! Vergessen war der Aufstieg, der kalte Wind vor Sonnenaufgang und unsere Müdigkeit. Wir waren immerhin 2 Uhr morgens aufgestanden, unser Frühstück bestand aus Fladenbrot und Tee... 

Nach einem ausgiebigen Besuch des orthodoxen Klosters der Heiligen Katharina begann unsere Fahrt in Richtung Kairo. Wir passierten nach einigen Stunden den Suezkanal und ich betrat erstmals in seinem Leben den Boden Afrikas.

Kairo - das Tor zum Orient
Die ägyptische Hauptstadt Kairo (arab. El-Qahira) gab sich mit Verkehrschaos, Lärm, orientalischem Treiben und viel Kultur die Ehre. Wir besuchten das ägyptische Museum mit dem Grabschatz des Tutanchamun (hier unbedingt den Aufpreis für den Mumiensaal investieren!), die Zitadelle, diverse Plätze und Moscheen, den Bazar Chan el-Chalili und kurvten hupenderweise mit dem Taxi zum Kairo-Turm El-Burk. Besonders reizvoll waren auch eine Bootsfahrt auf dem Nil und eine wilde Droschkenfahrt durch das nächtliche Kairo.

    Sultan Hassan Moschee  Alabaster-Moschee ( Zitadelle)
   
Sultan Hassan Moschee und  Alabaster-Moschee ( Zitadelle)

Doch der Höhepunkt unserer Ägyptenreise stand uns noch bevor - die Fahrt nach Giseh (arab. El-Giza). Die Pyramiden von Giseh zählen zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheitsgeschichte, die Cheops-Pyramide gilt sogar als Weltwunder.

Giseh - mit den weltberühmten Pyramiden



    Mykerinos,- Chephren- und Cheops-Pyramide  Großer Sphinx
   
Mykerinos,- Chephren- und Cheops-Pyramide             Großer Sphinx

Ein ägyptisches Sprichwort lautet etwa so:
"Die Menschen fürchten sich vor der Zeit, die Zeit jedoch fürchtet sich vor den Pyramiden."

Der überwältigende Anblick der Pyramiden und des Sphinx lässt Hochachtung in die Leistungen der alten Ägypter aufkommen. Umso unverständlicher erscheint es, dass frühere Besatzungsarmeen den Sphinx als Zielscheibe für Schießübungen missbraucht haben sollen, ich glaube jedenfalls nicht recht daran. Übrigens ist der ägyptische Sphinx im Gegensatz zur Sphinx aus der griechischen Mythologie männlich.
Da wir bereits in die Tiefen der roten Pyramide in Dahschur hinab gestiegen waren und auch die Stufenpyramide in Sakkara zumindest von außen bestaunt hatten, ersparten wir uns den beschwerlichen Besuch des Herrn Cheops in der bis heute nicht gefundenen Kammer. Trotz aller in den Medien diskutierter Hypothesen zum Erbau dieser gigantischen Grabmale und den Versuchen mit Kamera-Robotern die entlegendsten Winkel zu erforschen - es gelang bisher nicht, den Schleier des Geheimnisvollen um diese Pyramiden zu lüften.
Man sagt - wer nicht vor den Pyramiden von Giseh stand, hat Ägypten nicht wirklich bereist -. Das mag stimmen.

Weiter sei erwähnt, Memphis, die frühere Hauptstadt mit Alabaster-Sphinx und Ramses-Statue gehörte auch zu unserem absolvierten Programm. Allerdings hatten wir nun aber leider keine Zeit mehr, den Ägyptologen den Weg zu leuchten, den wir mussten weiter in Richtung Norden, nach Alexandria.


Alexandria - das europäische Ägypten

    Montasah-Palast   Pompejussäule
   
Montasah-Palast des König Faruk und Pompejussäule

Es war ein eigenartiger Ausflug. Die mehrstündige Fahrt ins Nildelta, unterbrochen durch einige Pausen, bietet dem erlebnishungrigen Touri recht wenig. Aber, je näher wir Alexandria kamen, desto interessanter wurde das Straßenbild! Rein zufällig hatte ein Jeep mit bewaffneten Uniformierten innerhalb Alexandrias der selben Route zu folgen, wie unser Reisebus. ;-)  Aber egal, wir hätten uns auch so sicher gefühlt!
Ansonsten besuchten wir die Katakomben (Scherbenhügel), den Montasah-Palast, die Pompejussäule und schlenderten über die Uferpromenade nahe dem Fort Kaitbai. Aus gut informierter Quelle erfährt man, dass der hier ehemals stehende Pharos-Leuchtturm tatsächlich wieder aufgebaut werden soll. Eines ist sicher, dann reisen wir wieder nach Alexandria.

Über das Kloster des heiligen Antonius und Hurghada (Übernachtung) reisten wir weiter nach Luxor. Hier erwartete uns bereits die tolle Außenkabine unseres Nilkreuzfahrt-Schiffes. Bevor aber die Kreuzfahrt beginnen konnte, hieß es, die historische Umgebung von Luxor zu erkunden.

Luxor / Theben

    Luxor-Tempel   Memnon-Kolosse
   
Luxor-Tempel und Memnon-Kolosse

Wir besuchten also den Luxor-Tempel, den Karnak-Tempel, die Memnon-Kolosse, das Tal der Könige und den Felsentempel der Hatschepsut. Besonders beeindruckend und unbedingt empfehlenswert ist die Lichtshow im Karnak-Tempel!
Irgendwann setzte sich dann unser Kreuzfahrtschiff in Bewegung. 

    MS Nile Quality


Die "MS Nile Quality" schipperte gemächlich durch das Niltal in Richtung Assuan. Unterwegs passierten wir die Schleuse von Esna und besuchten die Tempelanlagen in Edfu und Kom Ombo. Langsam aber sicher näherte sich nun unser Schiff dem Ziel dieser Nilkreuzfahrt, der Stadt Assuan.

Assuan - im Süden

    Assuan  Lord Kitchener Garden
   
Assuan - Blick über den Nil und in den Lord Kitchener Garden

In Assuan schaukelten wir mit einer Feluke zwischen kleinen Inseln umher, besuchten den Philae-Tempel, den Assuan-Hochdamm und unternahmen einen kurzen Ausflug nach Abu Simbel. Die Tempel in Abu Simbel verdanken ihr Überleben einer Rettungsaktion der UNESCO. Diese einmaligen Zeugnisse ägyptischer Geschichte wurden regelrecht zersägt und kurz vor dem Anstauen des Assuan Staudammes in sicherer Höhe wieder zusammengefügt.

So, das soll's aber für diesmal gewesen sein. Ich schliesse nun den Reisebericht zu Ägypten und wünsche allen Hobby-Ägyptologen viel Spaß und Erholung im schönen Land der Pharaonen!

Weiterführende Links zu Ägypten gibts hier, auf meiner
Ägypten-Links-Seite.




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